Alles besser in der privaten Krankenversicherung?
Ist wirklich alles besser in der privaten Krankenversicherung? Die meisten Menschen gehen davon aus, dass privat krankenversicherte Personen nur Vorteile haben. Sie kommen schneller dran beim Arzt, werden freundlicher behandelt und im Krankenhaus kümmert sich der Chefarzt um sie.
Das ist in den meisten Fällen tatsächlich so, jedoch wird im Ernstfall auch ein gesetzlich Versicherter umgehend behandelt. Bei einer Notoperation beispielsweise wird nicht erst nach der Versicherung gefragt.
Die private Versicherung ist im Durchschnitt teurer, als die gesetzliche Variante. Die Beiträge werden nicht wie in der gesetzlichen Kasse am Einkommen festgemacht, sondern an Alter, Gesundheit und Geschlecht. Frauen zahlen immer mehr als Männer, da sie statistisch gesehen häufiger zum Arzt gehen und ein höheres Risiko haben zu erkranken.
Es kann jedoch passieren, dass eine ältere Frau in der privaten Kasse hohe Beiträge zahlt, jedoch innerhalb eines Jahres nur sehr selten oder gar nicht zum Arzt geht. Einige Kassen erstatten zwar in so einem Fall einen Teil der Beiträge, jedoch nie komplett.
Es kommt hinzu, das ein Rückwechsel von der privaten in die gesetzliche Kasse nur schwer möglich ist. In der Regel geht das nur, wenn die Person wieder zur Gruppe der Versicherungspflichtigen zählt, beispielsweise durch einen anderen Beruf mit weniger Einkommen als im vorherigen.
Es ist also nicht immer alles Gold was glänzt. Beide Versicherungsarten haben ihre Vor- und Nachteile. Jeder muss für sich entscheiden, welche die bessere Variante für ihn ist. Dazu sollte man sich genau informieren und vergleichen. Gespräche mit Angehörigen und Freunden können da helfen, denn so kann man Erfahrungsberichte austauschen.
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