Die Energiepreise steigen von Jahr zu Jahr immer weiter an. Ein Ende ist nicht absehbar. Da gebietet es geradezu, nach Möglichkeiten zu suchen, um weniger für Strom oder Heizungsenergie zu zahlen. Die meisten Haushalte werden mit Erdgas beheizt, fast die Hälfte in ganz Deutschland, die wenigsten aber mit Strom (ungefähr 5 Prozent). Die Preis-Steigerungsrate beispielsweise für Erdgas ist derzeit so hoch, dass man durch das Einsparen an Heizungsenergie allenfalls die Teuerungsrate ausgleichen kann, kaum aber noch die Heizungskosten gegenüber dem Vorjahr senken kann. Aber gespart ist gespart, manchmal mit ganz einfachen Mitteln. Beobachtet man das Lüftungsverhalten der Menschen, stellt man schnell fest, dass das Fenster in Wohnungen nicht vollständig geöffnet wird sondern nur angekippt ist. Das ist ein Fehler. Das Fenster muss vollständig geöffnet werden, um einen kurzzeitigen, vielleicht 5- bis 10-minütigen Durchzug zu garantieren. Damit kühlt der Raum in einer
Wohnung nicht so schnell aus, da die Wiederaufwärmung eines Raumes von der gespeicherten Wärme in den Zimmerwänden mit abhängt. Kippt man nur das Fenster an, muss man das vielfache an Zeit lüften. Dabei können die Raumwände ebenfalls stark auskühlen und nach dem Schließen des Fensters nach beispielsweise 30 Minuten nicht mehr mit helfen, den Raum schnell wieder aufzuwärmen. Es ist dann zusätzliche Heizenergie über den Heizkörper notwendig.
An den Raum-Heizkörpern sollten Thermostatventile montiert sein, die die Überheizung eines Raum verhindern, in dem sie sich selbsttätig schließen bei der eingestellten Raumtemperatur.
Die Raumtemperatur sollte nicht zu hoch eingestellt werden, da jedes Grad Celsius Temperatur mehr ungefähr 6 Prozent mehr Heizenergie in diesem Raum kostet. Für das Wohnzimmer sind zwischen 20 und 21 Grad Celsius ausreichend. Dann lieber im Winter das T-Shirt gegen einen Pullover tauschen und den Heizkörper-Thermostat etwas niedriger einstellen. Neuerdings gibt es schon programmierbare zeitgesteuerte Heizkörper-Thermostate. Da kann man für nachts, wenn man sowieso nicht im Wohnzimmer ist, eine niedrigere Temperatur einstellen, eine so genannte Nachtabsenkung. Geht automatisch und spart Geld. Wie man die Thermostate wechselt kann man sich beim Kauf im Baumarkt gleich erklären lassen oder man sucht sich eine günstige Firma aus dem
Baugewerbe, die Ahnung von Heizungen hat.
Auch die Fenster und Wohnungstüren sollten immer wieder auf unerwünschte Ritzen und Undichtigkeiten überprüft werden. Ansonsten geht unbemerkt wertvolle Energie verloren. Bei Undichtigkeiten am besten profiliertes Dichtungsband für Fenster und Türen verwenden, die sind immer am dichtesten.
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Kategorie: Bauen und Wohnen