DSL Tarife: Das Modell der Flatrate hat sich durchgesetzt
Noch zur Jahrtausendwende surften Internetnutzer vornehmlich mit einem analogen Modem beziehungsweise mit einer ISDN-Karte – mit quälend langsamen 56 kbit/s (analoger Telefonanschluss) beziehungsweise 64 kbit/s (ISDN Telefonanschluss) musste man sich durchs Internet quälen. Das Aufrufen von aufwändigen Internetanwendungen, das Downloaden großer Bilder oder gar von Videos oder auch der Versand von umfangreichen E-Mal-Anhängen wurde da zur regelrechten Geduldsprobe. Manch einer dürfte sich noch daran erinnern, dass man für einen Download von 10 bis 15 MB eine ganze Stunde benötigte und nebenher noch die Telefonleitung belegt hatte. Und nicht selten kam am Monatsende die dicke Rechnung mit horrenden Verbindungskosten, die seinerzeit noch auf Minutenbasis abgerechnet wurden.
Über Ihre Internet-Tochter T-Online stellte die Deutsche Telekom zwar seinerzeit eine Internet-Flatrate bereit, doch kostete das Angebot knapp 80 Mark pro Monat und hatte zudem nicht lange Bestand – auch wegen des Vormarschs der DSL-Technik. Basierend auf dem herkömmlichen Telefonnetz garantierte DSL – wohlgemerkt, ohne die Gesprächsleitung zu blockieren! – sehr viel schnellere Übertragungsgeschwindigkeiten. Der erste DSL-Zugang der Telekom nannte sich T-DSL und war immerhin 768 kbit/s im Download schnell – zwölf Mal schneller als ISDN! Doch einmal im Geschwindigkeitsrausch, legte die DSL-Technik alsbald an Fahrt zu: DSL 2000 folgte, später dann DSL 3000, welches wiederum von DSL 6000 abgelöst wurde. Ende 2005 kamen dann die ersten Zugänge mit DSL 16.000, die 250 Mal schneller sind, als die altehrwürdigen ISDN-Internetzugänge.
Angesichts dieser immer umfangreicheren und aufwändigeren Online-Anwendungen hat sich das Tarif-Modell der Flatrate heute nahezu konkurrenzlos durchgesetzt: Der Kunde zahlt an den DSL-Anbieter einen monatlichen Pauschalbetrag und kann dafür so oft und so lange ins Internet gehen, wie er möchte. Darüber hinaus kann man auch so viel herunterladen, wie man möchte – es gibt also keinerlei Zeit- oder Volumenbeschränkungen.
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