Nicht jedes Gemüse wächst in jedem Garten

Was für Bäume, Sträucher und Blumen zutreffend ist, gilt auch für Gemüse – nicht überall gedeiht jede Gemüsesorte.
In erster Linie ist bei der Planung für den Gemüseanbau zu bedenken, ob das heimische Klima für die gewünschte Sorte überhaupt die grundsätzlichen Bedingungen zum gedeihen der Pflanzen bietet. Weitere Überlegungen sollten Klarheit über die örtlichen Gegebenheiten schaffen. So ist zu bedenken, ob die Anbaufläche einer ganztägigen Sonneneinstrahlung unterliegt oder vielleicht ein Teil der Fläche durch eine angrenzende Mauer oder Bäume stärker beschattet wird, denn die Lichtverhältnisse können für das Pflanzenwachstum, wie auch für den Reifeprozess der Früchte, maßgeblicher sein als viele vielleicht meinen.
Die Bodenbeschaffenheit des Gemüsegartens ist ein weiterer Aspekt. Ist der Boden vielleicht sauer, kaltkarm oder zu eisenreich und mit Düngungen oder anderen Einbringungen kann der erforderliche Zustand für die jeweilige Pflanzenart nicht erreicht werden, reicht das Berücksichtigen der passenden Lichtverhältnisse nicht aus, um ein optimales Wachstum zu erzielen.
Können diese Voraussetzungen geboten werden, ist zu beachten, wann die günstigste Anbau- oder Aussaatzeit der Gemüsesorte wäre, denn wenn z. B. im zeitigen Frühjahr ein Samen zu lange im Boden liegt, weil die benötigte Keimtemperatur noch nicht erreicht wird, ist die Gefahr sehr groß, dass er fault und verdirbt.
Damit sich die Pflanzen entsprechend entfalten können und das Wachstum sowie die Fruchtreife nicht eingeschränkt werden, sind die Reihen- und Pflanzabstände bedeutungsvoll.
Wurde so weit alles berücksichtigt, hängt der Ernteerfolg auch von der späteren Pflegeintensität ab, die den Pflanzen, abhängig vom Witterungsverlauf, zuteil wird. Man sieht nicht jedes Gemüse wächst in jedem Garten.

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