Man kann den Plakaten kaum entgehen, auf denen eine enthusiastische Frau ihre Bildzeitung mit einem Telefon verwechselt. Auf Litfasssäulen oder Bushaltestellen prangt sie und macht Werbung für Bildmobil.
Aldi hatte den Anfang gemacht, sich nicht mehr nur damit begnügt Handy zu verkaufen und als Supermarktkette eine eigene Prepaid Karte auf den Markt gebracht. Aldi Talk lockte damit, dass man für nur vier Cent die Minute Anbieter intern telefonieren konnte und hatte damit einen solchen Erfolg, dass andere Supermärkte nachzogen, zum Beispiel bei Tchibo.
Selbst der Fernsehsender Viva hat inzwischen eine eigene Prepaid Karte auf den Markt geworfen, die ihre Kundschaft damit lockt, für nur 9 Cents SMS Kurznachrichten zu verschicken, was für das Viva-Klientel ein in der Tat verlockendes Angebot ist. Das anvisierte, jugendliche Publikum schreibt ja vor allem Kurznachrichten und telefoniert eher weniger.
Jetzt kommt die Bild Zeitung als erstes Printmedium mit dem Zusatzangebot einer Prepaid Karte auf den Markt. Im Dschungel der Handytarife platziert sich Bild nicht an der Spitze, wo die Luft auch eng geworden ist.
Einen Versuch von Lidl das Aldi Angebot von vier Cent Anbieter intern zu unterbieten, hatte Eplus abgelehnt. Zwar sind die 10 Cent in alle Netze durchaus sehenswert, im
Prepaid Vergleich liegt Fonic mit 9.9 Cent pro Gesprächsminute aber weiterhin vorn. Stattdessen versucht Bild damit zu punkten, dass man auf das Bild Mobilportal kostenlos zugreifen kann. Der Bild-Leser von morgen ist nicht länger darauf angewiesen seine Schlagzeilen in der Zeitung zu lesen, er kann sie sich bequem aufs Handy holen. Ansonsten telefoniert man für zehn Cent in alle Netze. Das ist ein weiteres Kaufargument, denn man muss keine Rücksicht darauf nehmen bei welchem Anbieter der jeweilige Gesprächspartner ist. Übersichtlichkeit ist auch bei Prepid Tarifen keine Selbstverständlichkeit.
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Kategorie: Telekommunikation