Geschützte Daten mit Nero 8

Viele PC-Anwender gehen einen denkbar einfachen Weg, wenn es darum geht, wichtige Daten vor Festplattenschäden zu schützen: Sie legen externe Backups an, zum Beispiel auf CDs oder DVDs. Am einfachsten geschieht dies mit Brennprogrammen, wie beispielsweise Nero 8.
Einen echten Schutz können solche Datenträger allerdings nicht bieten. Zum einen ist das Risiko des Datendiebstahls bei Verwendung von CDs deutlich höher als bei PC-interner Lagerung des zu schützenden Materials, zum anderen ist die physikalische Lebenserwartung einer Disk teilweise sehr gering. Kratzer, direkte Sonneneinstrahlung, und viele weitere Faktoren können eine CD schnell unlesbar machen, und damit möglicherweise Ihr einziges Datenbackup vernichten.
Der neue Sicherheitsstandard SecurDisc, der in Nero 8 erstmals integriert ist, kann dank effizienter Datenschutzmethoden und zuverlässiger Integritätsprüfung bei beiden Problemen Abhilfe schaffen. Wie Sie vorgehen sollten, um eine SecurDisc-geschützte CD zu erstellen, und dabei alle Möglichkeiten optimal zu nutzen, wird im folgenden erklärt.

1.) Grundlegende Einstellungen: Um mit Nero 8 eine SecurDisc CD oder DVD zu erstellen, starten wir zunächst Nero Express und wählen im Startfenster unter „Daten“ die Option „SecurDisc Daten-CD“ oder SecurDisc Daten-DVD“. Daraufhin öffnet sich der Zusammenstellungsbildschirm, in dem, wie beim Erstellen einer normalen CD, Dateien und Ordner zur Zusammenstellung hinzugefügt werden können. Zusätzlich wird das Feld „SecureDisc Einstellungen“ eingeblendet, das die Auswahl der grundlegenden Sicherheitsoptionen bietet: Passwortschutz, digitale Signatur und Kopierschutz.

2.) Passwort- und Kopierschutz konfigurieren: Mit SecurDisc können wir nun wählen, ob wir die komplette zu erstellende CD, oder nur einzelne Dateien mit einem Passwort sichern wollen. Der Schutz einzelner Dateien erfolgt, indem wir die gewünschten Dateien markieren, und anschließend das Kontrollkästchen „Passwortschutz” anhaken. Ebenso wie der Passwortschutz kann auch der Kopierschutz vergeben werden: Einfach die gewünschten Dateien markieren, und „Kopierschutz” anhaken. SecurDisc bietet an dieser Stelle eine weitere Funktion, die es ermöglicht, den Kopierschutz so zu vergeben, dass er durch Eingabe eines Passwortes wieder aufgehoben werden kann. Beachten Sie jedoch, dass ein Datenträger, der diese Option nutzt, auch nur in einem SecurDisc-fähigen Laufwerk gelesen kann!

3.) Passwort-Assistent: Wenn alle zu schützenden Dateien ausgewählt sind, starten wir den Passwort-Assistenten und wählen ein Passwort aus. Der Assistent berechnet dabei in Echtzeit die Qualität beziehungsweise Sicherheitsstufe des Kennworts, und zeigt Vorschläge an, wie die Sicherheit gegebenenfalls erhöht werden kann. Ist die Option „Passwort verwenden, um Kopierschutz zu deaktivieren” gewählt, so kann anschließend in gleicher Weise ein weiteres Kennwort festgelegt werden, das genutzt wird, um die Vervielfältigung des Datenträgers zu erlauben.

4.) Digitale Signatur: Neben Passwort- und Kopierschutz ist die digitale Signatur einer CD oder DVD ein weiteres hocheffizientes Mittel, um darauf enthaltene Daten vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Durch Aktivieren des entsprechenden Kontrollfeldes in den SecurDisk Einstellungen wird dazu das Fenster „SecurDisc – Digitale Signatur” geöffnet. Dieses Fenster gibt uns zwei Möglichkeiten vor:

Wir können an diesem Punkt entweder einen neuen digitalen Schlüssel erstellen und exakt an die aktuell benötigten Sicherheitseinstellungen anpassen, oder aber einen bereits bestehenden Schlüssel verwenden. Der Sinn und Zweck des digitalen Schlüssels ist dabei denkbar einfach: Nur wer über den benötigten Schlüssel verfügt, kann auf die Daten der SecurDisc CD zugreifen. Wenn Sie also streng vertrauliche Daten übermitteln wollen, so kann die separate Weitergabe von Daten und Schlüssel die Sicherheit dabei immens steigern.

5.) Brennen und Weitergeben der SecurDisc CD: Wenn alle Sicherheitseinstellungen getroffen sind, klicken wir auf OK, und das Fenster „Endgültige Brenneinstellungen” wird eingeblendet. Hier werden, wie beim Erstellen einer normalen CD, letzte Optionen wie Schreibgeschwindigkeit und CD-Titel getätigt, und mit einem weiteren Klick auf OK wird der Brennvorgang gestartet. Ist dieser beendet, kann der eben erstellte Datenträger weitergegeben, oder als eigenes Backup verwendet werden. Allerdings müssen beim Empfänger gewisse Voraussetzungen erfüllt sein, damit dieser auch auf die Daten zugreifen kann. So muss, wie unter Punkt 2 erwähnt, ein SecurDisc-fähiges Laufwerk vorhanden sein, um die Option „Kopierschutz mit Passwort deaktivieren” nutzen zu können. Wenn man auf diese Option verzichtet, wird zwar kein SecurDisc-Laufwerk benötigt, allerdings braucht der Empfänger trotzdem entsprechende Software, um die Disk lesen, und eventuell benötigte Passwörter und Schlüssel eingeben zu können. In Nero 8 beispielsweise ist mit dem Programm InCD eine solche Software bereits integriert.

Sie sollten unbedingt von den Funktionen zur SecurDisc-Integritätsprüfung Gebrauch machen, um die maximale Datensicherheit zu gewährleisten. Unterziehen Sie deshalb alle mit SecurDisc erstellten Datenträger regelmäßig einer Überprüfung, damit die altersbedingten Schwächen frühzeitig erkannt werden und Sie Ihre Daten auf ein neues Medium übertragen können.

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