HDR-Bilder zeichnen sich durch einen hohen Kontrastumfang (High Dynamic Range) aus. Auf einem HDR-Bild können helle und dunkle Stellen in einem noch nie dagewesen Umfang abgebildet werden. Softwareprogramme setzen HDR-Bilder aus einer Belichtungsreihe des gleichen Motivs (helle und dunkle Bilder) zusammen. Durch die individuelle Steuerung der Bildzusammensetzung können spektakuläre Effekte erzeugt werden. Die Firma Fotofab
digitalisiert Dias mit 3 unterschiedlichen Belichtungszeiten und erstellt davon je ein helles und ein dunkles HDR-Bild.
Auf der DVD erhält der Kunde von jedem Dia 5 Bilder, 2 HDR-Bilder und die 3 Bilder der Belichtungsreihe. So hat jeder Kunde auch die Möglichkeit, HDR-Bilder nach eigenem Geschmack zusammenzustellen. Hier sind Beispiele von
HDR-Bildern aus digitalisierten Dias zu sehen.
Die Belichtungsreihe wird mit einer Vollformatsensor-Kamera hergestellt, die jedes Dia in 4368×2912 Pixel zerlegt. Mehrfachscans, die bei hochwertigen Scannern möglich sind, haben nichts mit einer Belichtungsreihe zu tun, die für HDR-Bilder Voraussetzung ist, Mehrfachscans unterdrücken lediglich das Sensorrauschen. Vor allem das Sensorrauschen ist für den niedrigen Kontrastumfang von normalen Digitalbildern verantwortlich, egal ob sie von einem Scanner oder einer Digitalkamera stammen. Der Signalrauschabstand (Verhältnis von Nutzsignal zu Störsignal) wird jedoch nicht durch eine Erhöhung der Pixelanzahl verbessert, im Gegenteil bei gleichbleibender Chipfläche sogar verschlechtert. So kommt es vor, dass eine 6 Megapixel-Kamera bessere Bilder macht wie eine mit 7 Megapixel.
Ausschlaggebend für die Verbesserung des Signalrauschabstandes ist die Pixelgröße. Die besten Bilder liefern demnach Sensoren mit viel großen Pixel. Ein Vollformatsensorchip, wie er von fotofab eingesetzt wird, ist 23 Mal so groß wie der von einer digitalen Kompaktkamera und 120 Mal so teuer.
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Kategorie: Fotografie