ADHS – Was ist das?
Aktuelle medizinische Statistiken belegen, dass in Österreich und Deutschland mehr als 60000 Schulkinder an ADHS leiden. ADHS ist die Kurzform für Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivitätssyndrom und ist die häufigste psychiatrische Erkrankung im Kindes- und Jugendalter.
ADHS Patienten zeichnen sich durch die Kernsymptome Hyperaktivität, Impulsivität und Konzentrationsstörungen aus. Ständig zappeln sie mit Händen und Füßen, stören den Schulunterricht, lassen sich durch Kleinigkeiten ablenken und sind unfähig, sich länger zu konzentrieren oder aufmerksam zu bleiben.
Hyperaktivität und niedrige Konzentrationsschwelle führen unaufhaltsam zu Problemen mit Mitschülern und Lehrerschaft, weshalb ADHS Patienten häufig ihre Schulausbildung abbrechen und keinen regelrechten Beruf erlernen.
Die frühzeitige und exakte Diagnose durch einen erfahrenen Kinderarzt ist erforderlich, um weitreichende Folgen für den ADHS Patienten und sein soziales Umfeld zu verhindern. Langzeitarbeitslosigkeit und eine niedrige Frustrationsschwelle führen viele unbehandelte Patienten in die Alkoholsucht oder in eine kriminelle Laufbahn.
Obwohl ADHS noch nicht ursächlich behandelt werden kann, stehen zahlreiche Medikamente in Kombination mit Psychotherapie und Verhaltenstraining zur Verfügung, um den Patienten ein weitgehend normales Leben zu ermöglichen.
Das bekannteste Medikament, welches seit mehr als fünfzig Jahren in der Behandlung von ADHS eingesetzt wird ist Ritalin. Ritalin ist eine dem Amphetamin ähnliche Substanz, welche positive Wirkung auf ADHS typische Verhaltensweisen besitzt. Obwohl das Medikament durch Missbrauch in der Drogenszene fälschlicherweise in Verruf geraten ist, ist es aus der modernen ADHS Therapie nicht wegzudenken.
Obwohl mittlerweile eindrucksvoll bewiesen wurde, dass es sich bei ADHS keineswegs um die Folgen schlechter Erziehung handelt, neigen viele Eltern und uninformierte Lehrer dazu, die Ursachen des kindlichen Fehlverhaltens im Fernsehen, in Computerspielen oder antiautoritärer Erziehung zu suchen. Das Informationsportal www.adhsneindanke.com hat es sich deswegen zur Aufgabe gemacht über Symptome, Ursachen und Therapie der Erkrankung aufzuklären.
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