Frottee bzw. Frottier
Auf besonderen Jacquard-Frottee-Webmaschinen können Logos, bunte Muster oder Motive im hoch-tief (Relief-)Verfahren gewebt werden. Diese Verfahren wird gerne im Promotionbereich für hochwertige Werbetücher eingesetzt, ist jedoch erst ab großen Bestellmengen rentabel.
Besonders vor dem ersten Waschen können einzelne Florfäden durch unsachgemäße Behandlung sehr leicht herausgezogen werden. Ein eingerissener Fingernagel oder Schmuckstück kann einzelne Flor-Fäden erfassen und aus dem Gewebe zerren. Bei den ersten Wäschen von neuen Frotteewaren, sollten keine Kleidungsstücke mit Reißverschlüssen oder Häckchen mit von der Partie sein. Als üble Schlaufenverursacher haben sich auch Klettverschlüsse herausgestellt.
Nach ca. 3 bis 10 Waschgängen wird die optimale Schlingenfestigkeit erreicht. Das Grundgewebe ist dann eingelaufen und hält die Schlingen deutlich fester.
Sollte an Ihren Frottierprodukten einmal eine Schlinge gezogen sein, dann bitte auf keinen Fall weiter daran ziehen. Schneiden Sie den überstehenden Faden einfach in Höhe der anderen Florschlingen ab, es ist nach der nächsten Wäsche kaum noch etwas davon zu sehen.
Im Objektbereich (Frottee für gewerbliche Nutzung z.B. bei Friseur, Kosmetik oder Physiotherapie) wird besonderen Wert auf Farbechtheit, Chlorechtheit und die Möglichkeit der Kochwäsche aus Hygienegründen gelegt. Durch hochwertige, aufwändige Spezialeinfärbungen können diese Anforderungen auch für farbige Tücher erfüllt werden. In Bereich der Profi-Anwendungen wird viel Wert auf Kosten/Nutzen gelegt. Die Ware ist aus besonders strapazierfähigem Zwirnfrottee, besitzt beste Saugfähigkeit und ist nicht so “dick” wie Luxusfrottee für’s Bad, um Platz in der Waschmaschine (Ökobilanz) bei den täglich oft mehrmals gewaschenen Produkten einzusparen.
Gisela Huber
Team harti-Frottiermoden
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