Etwas zur Erfolgsgeschichte der SMS

Die für uns heute so selbstverständliche Möglichkeit, mit dem Handy Kurznachrichten an Freunde und Bekannte zu schicken, war für die Marketingexperten der Netzbetreiber zu Anfang eher ein unbedeutendes Nebenprodukt und wurde deswegen zuerst kostenlos angeboten.
Doch im Laufe der Zeit entwickelte sich das Abfallprodukt SMS („Short Message Service“) zum größten Ertragsbringer der Mobilfunk-Provider: In Deutschland wurden allein im Jahr 2004 20,6 Milliarden der meist 160 Zeichen langen Nachrichten verschickt.

Da in vielen Fällen die 160 Zeichen, die einem für eine SMS zu Verfügung stehen, nicht ausreichen, hat sich eine weit verbreitete Abkürzungskultur, besonders unter Jugendlichen entwickelt, die neben SMS auch in Chats und E-Mails zur Anwendung kommt. Des Weiteren gibt es noch die Möglichkeit, Nachrichten mit Überlänge zu verschicken: Dazu werden einfach mehrere SMS aneinander gehängt, die dann beim Empfänger automatisch als eine einzelne Nachricht erscheint.

Natürlich haben die Mobilfunkbetreiber diesen Service auch weiterentwickelt:

Seit dem Jahr 2003 kann man auch Texte mit angefügten Bildern, Tönen oder sogar Videos an andere schicken, vorausgesetzt das jeweilige Mobiltelefon unterstützt diese neue Form der Nachrichtenübermittlung auch. Doch trotzt dieses Fortschrittes kann die MMS mit 16 Millionen verschickten Messages im Jahr 2004 nicht annähernd an den Erfolg der SMS anknüpfen.

Längst wird einem auch im Internet die Möglichkeit geboten, SMS zu versenden. In den meisten Fällen zahlt man pro SMS zwischen 0,05 und 0,10 Euro. Also ist hier der Versand deutlich günstiger als über das Handy selbst, denn dort kostet eine SMS, je nach Vertrag und Tarif um die 17 Cent. Vereinzelt gibt es auch noch Free-SMS-Anbieter, bei denen man auch völlig gratis Kurznachrichten verschicken kann, oft in Verbindung mit Werbung, wodurch sich diese Services finanzieren.

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