Abgeltungssteuer – Protestaktion gegen die neue Abgeltungssteuer ab dem 01.01.2009

Die Zeitschrift Börse – Online rief bereits zu einer Protestaktion gegen das Vorhaben Einführung der Abgeltungssteuer und den damit verbundenen Änderungen auf. Börse – Online verfasste in Kooperation mit der Börse München, dem Deutschen Aktieninstitut (DAI), der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), der Fiduka Depotverwaltung München und der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) einen offenen Brief an alle Ministerpräsidenten und den Landesfinanzministern.

Abgeltungssteuer – Protest gegen die neue Abgeltungssteuer ab dem 01.01.2009
In diesem Brief wurde die Einführung einer Abgeltungssteuer, wie es sie in den meisten europäischen Ländern bereits gibt, grundsätzlich auch begrüßt. Bedenken wurden jedoch gegenüber der Abschaffung des Halbeinkünfteverfahrens, der Abschaffung der Spekulationsfrist auf Kursgewinne und der Höhe des Steuersatzes geäußert.

Es wurde deutlich aufgezeigt, welch negative Auswirkung diese Regelungen auf den deutschen Kapitalmarkt, wie z.B. die Kapitalflucht in Länder mit niedrigeren Steuersätzen, die massive Beeinträchtigung privater Altersvorsorge bei Aktienanlagen und die Schwächung der deutschen Börsenplätze haben könnte.

Börse – Online in Kooperation mit Ihren Partnern rief dazu auf, den Abgeltungssteuersatz auf einen wettbewerbsfähigen Steuersatz unterhalb von 25 % festzusetzen oder alternativ die Spekulationsfrist für Kursgewinne beizubehalten und dazu deutlich höhere Freibeträge zu schaffen. Dem Aufruf zu einem offenen Brief an den Bundesfinanzminister und den Abgeordneten des Bundestags folgten bisher über 6.000 Börse – Online Leser. Weiterhin gingen bisher über 4.500 Schreiben an Bundestagsabgeordnete. Mehr Informationen zur Aktion Steuerhammer.

Bleibt zu hoffen, dass sich noch einige tausend mehr an der Unterschriftenaktion beteiligen, um so zu verhindern, dass die Abgeltungssteuer die deutsche Aktien- und Aktienfondskultur schädigt. Gewinner der Abgeltungssteuer sind hingegen Anleger, die einen Steuersatz von mehr als 25% haben un hauptsächlich Zinseinkünfte erzielen – sie zahlen zukünftig weniger Steuern. Auch fondsgebundene Lebensversicherungen werden nun wieder attraktiver.

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