Französische Verteidigung
Erstmalig angewendet wurde diese Eröffnung in einer Fernschachpartie (1834-36) zwischen den Städten London-Paris. Dem Sieger dieser Partie verdankt die Eröffnung ihren Namen. Diese Schacheröffnung gewann zunehmend an Beliebheit bis sie im späten 19. Jahrhundert zu den mit am häufigsten gespielten Verteidigungen gehörte. Die Schachspieler, die sich ihrer bedienten, wußten ihre Komplexität und Zweischneidigkeit zu schätzen. Der Kampf um die Initiative ist in dieser Eröffnung häufig stark ausgeprägt, da er basierend auf dem weißen Raumvorteil am Königsflügel und dem schwarzen Raumvorteil am Damenflügel auf unterschiedlichen Flügeln ausgetragen wird.
Der Hauptmangel dieser Schacheröffnung ist die lange andauernde Inaktivität des schwarzen weißfeldrigen Läufers. Er ist häufig über einen längeren Zeitraum hinter den eigenen Bauern zur Passivität verdammt. Dies führte dazu, dass diese Eröffnung im heutigen Spitzenschach kaum noch anzutreffen ist.
Wer sich dennoch dem Studium dieser Eröffnung widmet, wird mit Sicherheit durch inhaltsreiche und spannende Partien belohnt. Neben dem Studium der aktuellen und klassischen Partien sollte jeder Schachspieler auf Schachbücher zurückgreifen, da hier die Ideen am besten erklärt sind.
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