Aphrodisiaka – historische Legende

Nicht erst in Zeiten zunehmenden Mediendruckes und Beeinflussung durch Mode und Zeitgeist Zeitschriften befindet sich ein starker Druck auf der Psyche dess älterwerdenden Mannes. Der jugendliche Elan ist verflogen, jedoch wird trotzdem erwartet weiterhin seinen Mann zu stehen. Potenzprobleme bleiben da nicht aus. Wo heute moderne Pharmazeutika ihre oftmals fragwürdige Wirkung entfalten, mußte in früheren Zeiten auf natürliche Mittel und sagenumwobene Inhalte zurückgegriffen werden. Aphrodisiaka – Potenzmittel wurden zumeist nach dem Ruf oder auch der Grundstoffe gewählt.

Selbst Casanove – dessen Ruf eine deratige Notwendigkeit nun nocht wirklich erahnen läßt – schörte auf natürliche Potenzsteigerung. Das Mittel seiner Wahl: Austern ! Der Lebemann war derartige von der Wirkung dieses Aphrodisiakums überzeugt, das er sie sogar bereits zum Frühstück verspeiste. Austern erhöhen durch Ihren Zinkgehalt den Testosteronspiegel. Eine Potenzmittel das nicht unmittelbar wirkt.

Auch Goethe, der Gralshüter deutscher Literatur (der auch viel Schwachsinn schrieb), hatte sein Hausmittelchen. Ob er ohne Artischoken im hohen Alter noch so aktiv gewesen wäre, wie sein Lebenslauf nahelegt? Wahrscheinlich schon!

Eines der sagenumwobensten Potenzmittel wurde von Kaiser Heinrich IV. benutzt. Die spanische Fliege wird jedoch nicht, wie der Name vermuten läßt aus Fliegen gewonnen, sondern aus einem anderen Insekt: einem Käfter. Wohl bekomms. Die Wirkung? Irrelevant! Dem Salier scheints nicht wirklich genutzt zu haben.

Sie sehen, wirkliche Geheimrezepte gibt es nicht. Viele der am Markt befindlichen Potenzmittel sind schlichtweg Scharlatanerei bis Gesundheitsgefährden. Von tierischen Produkten aus Asien oder gar illegalen Drogen ( Haschisch und Kokain wird eine entsprechende steigernde Wirkung nachgesagt) ganz zu schweigen. Lieber Sport treiben und auch geistig Fit bleiben…das bringt wesentlich mehr.

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