Gebäudereiniger und das Problem richtiges Personal zu finden

Bereits seit über 7 Jahrzehnten ist die Gebäudereinigung ein eingetragener Handwerksberuf. Der seit mittlerweile 3 Jahren entfallene Meisterzwang, ließ die Anzahl der Unternehmen exorbitant wachsen. Was sich auf den ersten Blick sehr positiv andeutet, ist auf den zweiten Blick nur die halbe Wahrheit

Richtig ist, dass die Gebäudereinigung zu dem beschäftigungsstärksten Handwerk in Deutschland gehört und damit eine wirtschaftliche Sicherheit bietet. Ebenso richtig ist auch, dass gerade in dieser Branche mehr als ausreichend vakante Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen.

Falsch aber ist, gerade im Bereich Personalsuche anzunehmen, es sei kein Problem für die entsprechenden Unternehmen, hier auch immer über die passende Personalauswahl verfügen zu können.

Genau diese Problematik trennt in dieser Branche die Spreu vom Weizen. Denn die Gebäudereinigung ist als Dienstleitungsunternehmen geradezu auf das richtige Personal angewiesen. Ohne Personal, mit entsprechenden Qualifizierungen wie Fachwissen und zumindest ausreichenden Deutschkenntnissen, ist ein erfolgreiches Geschäft nicht auf Dauer zu betreiben. Die Personalproblematik ist in der Branche bekannt und nichts Neues. Der Laie mag hierüber überrascht sein und sich fragen, worin das Problem liegen könne, Personal zum “Putzen“ zu finden. Schließlich, so meint der ein oder andere, kann das doch jeder. Und bevor man nichts tut, ist doch Putzen allemal besser. Diese sehr geläufige Meinung liegt leider in der Realität genau anders herum. Es ist nicht grundsätzlich das Problem für die Gebäudereiniger-Unternehmen Personal zu finden. Tatsächlich finden sich sehr viele Menschen bereit, diesen Beruf auszuüben. Allerdings ist der Anteil, der ausländischen Kräfte mit sehr geringen Deutschkenntnissen, sehr hoch. Bedingt durch die Verständigungsschwierigkeiten beim Personal sind die Probleme, in der Arbeitsleistung beim Kunden vor Ort, bereits vorprogrammiert.

Der Ausbildungsberuf des Gebäudereinigers widerspricht der irrigen Meinung, putzen könne jeder. Wenn dem so wäre, müsste dafür keinerlei Qualifizierung notwendig sein. Sicherlich ist es möglich, auch ungelernte Kräfte für diesen Beruf in einzelnen Leistungssparten entsprechend einzubringen. Der Ausbildungsberuf umfasst natürlich die gesamte Leistungspalette eines Gebäudereinigers. Angefangen bei der Unterhalts-, der Glas- und Fensterreinigung übergehend zur Jalousien, -Fassaden- und Bauendreinigung bis hin zur Industriereinigung. Das gesamte Fachwissen wird sowohl in der Breite als auch in der Tiefe vermittelt. Vorraussetzung für das Anlernen einzelner Sparten sind eine gewisse Leistungsbereitschaft, ausreichende Deutschkenntnisse und letztlich natürlich die gewonnene Erfahrung. Eingesetzte Mitarbeiter mit schlechten Deutschkenntnissen, ohne Reinigungserfahrung, hinsichtlich der einzusetzenden Mittel und Dosierungsanleitungen, können beim Kunden Vorort das größte Chaos bis hin zu komplett ruiniertem Inventar anrichten.

Diesen einmal so geschädigten Kunden wird niemand wieder je zurückgewinnen können! Was passieren wird, ist, dass der betroffene Kunde sich einen anderen Gebäudereiniger suchen wird. Damit tritt dann ein anderes leidiges Thema zu Tage. Die große Fluktuation in der Branche. Denn die beim Kunden eingesetzten Reinigungskräfte sind dann natürlich arbeitslos. Das nachfolgend beauftragte Unternehmen wird sich, Arbeitsrecht hin oder her, hüten, die ehemaligen Mitarbeiter zu übernehmen. Was nicht heißt, dass mit dem neuen Dienstleister auch automatisch Besserung erfolgt.

Wer sich als Gebäudereiniger bewusst mit der geschilderten Personal-Problematik auseinandersetzt, wird den Defiziten beim Personal mit Hilfe von Schulungen, Fortbildungen und Sprachkursen erfolgreich beikommen können. Die so geförderten Mitarbeiter werden es ihrem Unternehmen mit Beständigkeit und Erfolg beim Kunden vor Ort danken!

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