Ägypten – von Pharaonen und Terroristen
Eben diese Pyramiden, bzw. der Tempelbezirk, das Zeugnis einer alten ehrvollen Kultur waren am 17. November 1997 Ziel eines Anschlags von islamischen Extremisten. Mit automatischen Waffen und Messern richteten sie ein abscheuliches Blutbad an. Im Kugelhagel der Terroristen starben damals 58 Touristen, darunter auch Deutsche, Schweizer und Japaner. Die Attentäter selbst wurden gestellt und bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei erschossen. Zu dem Anschlag letztendlich bekannt hatte sich die islamische Gruppe Gamaa Islamija. Ihre Anführer wurden darauf hin inhaftiert und die Organisationsstruktur zerschlagen.
Bis zu jenem Tag konzentrierte sich der Terror in Ägypten hauptsächlich auf Oberägypten, wo es bereits zu diversen Zwischenfällen mit islamischen Extremisten gekommen war, weil diese zum Beispiel koptische Christen angriffen.
Dieses Attentat im November 1997 aber schadete dem Tourismus im Ägypten nachhaltig. Einer der Haupteinnahmequellen des Landes ist nämlich der Fremdenverkehr. Auf Jahre hinaus mieden es zahllose Dauergäste das Land zu besuchen, um dort den Jahresurlaub zu verbringen. Seit dem Massaker von Luxor hatte es auf Touristen in Ägypten keine Anschläge mehr gegeben, so dass die Touristen wieder kamen, bis 2004 eine neue Welle von Terroranschlägen los brach, zunächst auf der Sinai-Halbinsel im Badeort Scharm el Scheich und anderen Orten, wo seit 2004 insgesamt 121 Menschen ums Leben kamen.
Karsten Mueller
Einfachprima(ed)yahoo.de
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