Australien – vom Goldrausch bis zum Hautkrebs

In einem Gewässer in der Nähe von Bathurst entdeckte Edward Hargraves im Februar 1851 einen Goldnugget. Dadurch wurde ein wahrer Goldrausch in Australien ausgelöst. An alle Orten, insbesondere jedoch in New South Wales und Victoria strömten aus aller Welt Goldsucher. Insbesondere kamen in den 1850er Jahren wegen des Goldrausches zahlreiche Kalifornier, Briten und Chinesen nach Australien.

Bedingt durch den Goldrausch wuchs die Bevölkerungszahl von Australien in nur einem Jahrzehnt auf 1,2 Millionen. Der Goldrausch führte immer mehr zu Unruhen, denn in der ursprünglich als reines Straflagersystem angelegten britischen Kolonie war man auf die Ansprüche freier Bürger nicht eingerichtet. 1854 kam es in Victoria zu den berühmten Aufständen. In deren Folge wurde den Goldsuchern von der australischen Regierung ein Wahlrecht eingeräumt und auch keine Lizenzgebühren mehr erhoben.

Heute hat Australien ganz andere Probleme. Die Hautkrebsrate in Australien steigt von Jahr zu Jahr.

Insbesondere die Nachkommen der Briten und Iren mit heller Haut, blauen Augen und blonden Haaren bekommen die Schattenseite von Australien, bzw. dessen Privileg dass man das ganze Jahr über die Sonnen genießen kann, zu spüren.

Man vertraut in Australien zu sehr offensichtlich der Kosmetikindustrie, die mit Sonnenschutzmitteln gefahrlose Bräune verspricht. Jedoch ist nicht einmal sicher, ob Sonnenschutzmittel vor der Entstehung von Melanomen schützen können. Die Statistik mit einer jährlich steigenden Hautkrebsrate jedenfalls spricht dagegen. In Australien laufen bereits schon seit etwa einem Vierteljahrhundert Gesundheitskampagnen, die die Australier aufklären sollen. Ein Slogan: „slip! slop! slap!” kennt dabei jedes australische Kind:
Slip on a shirt, slop on sunscreen, slap on a hat” – auf Deutsch: Zieh dir ein T-Shirt an, creme dich mit Sonnenmilch ein und setz dir einen Hut auf.

Karsten Mueller
Einfachprima(ed)yahoo.de

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