Energiesparen und die Umwelt schonen

Der Landtag von Baden-Württenberg hat am 07.11.2007 das Gesetz zur Nutzung erneuerbarer Wärmeengergie in Baden-Württenberg (Erneuerbare-Wärme-Gesetz – EWärmeG) beschlossen. Demnach muss die Energie zum Heizen und zur Warmwasserversorgung bei Wohngebäuden und ihnen gleichgestellten Gebäuden bei Neubauten zu mindestens 20% und bei Erneuerung der Heizungsanlage zu mindestens 10% aus erneuerbaren Energien stammen.

Dafür bietet sich sowohl für die Sanierung als auch für den Neubau die Wärmepumpe als Betriebs- und Verbrauchskosten konkurrenzlos günstige Alternative zu herkömmlichen Öl- oder Gasheizungen an. Die Wärmepumpe nutzt die kostenlose und schier unerschöpfliche Umweltenergie zum Heizen. Die Umweltenergie kann aus der Luft, dem Wasser oder dem Erdreich stammen. Bei Nutzung der Erdwärme kommen drei Varianten in Frage. Einmal werden je nach Heizbedarf eine oder mehrere Erdsonden bis zu einer Tiefe von 100 m abgeteuft. Da in diesen Tiefen konstante Temperaturen von ca. 5-7° C herrschen, reicht die Umweltenergie je nach Dimensionierung der Anlage auch im kalten Winter zur Beheizung aus. Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung von Erdkollektoren. Erdkollektoren bestehen aus spiralförmig gewickeltem PE-Rohren, die in einer Tiefe von ca. 1,5 m vergraben werden. Bei hinreichend großer Gründstücksfläche kann auch eine Schleife aus PE-Rohr unter der Frostgrenze verlegt werden. In allen drei Varianten werden die Systeme mit einer Sole/Wassermischung befüllt, die die Energie zur Wärmepumpe transportiert.Die Wärmepumpe
arbeitet nach dem umgekehrten Kühlschrankprinzip. Der Kühlschrank entzieht dem in ihm liegenden Kühlgut die Wärme und leitet sie nach außen ab. Die Wärmepumpe entzieht der Sole/Wassermischung ihre Wärme und gibt sie an das Heizungssystem weiter.

Dabei können bestehende Heizkörper weiter verwendet werden. Bei Neubauten oder Komplettsanierungen bietet sich jedoch eine Fußbodenheizung an, da diese mit erheblich geringeren Vorlauftemperaturen arbeitet. So benötig eine Fußbodenheizung ca. ein Viertel elektrische Leistung und ca. drei Viertel Umweltenergie, um ein behagliches Wohnklima zu schaffen. Bei herkömmlichen Heizkörpern wird ca. ein Drittel elektrische Leistung benötigt. Der Rest stammt aus der Umwelt.Eine Möglichkeit zur Heizungsunterstützung in den Übergangsmonaten stellt eine thermische Solaranlage dar. Sie wird auf dem Dach eines Hauses montiert, möglichst in Südlage, und von Frostschutzmittel durchflossen. Entsprechend dimensioniert reicht eine thermische Solaranlage zur Warmwassererzeugung in den Sommermonaten aus.Aber die Wärmepumpe schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Sie benötig nur ein Viertel bis ein Drittel herkömmlich erzeugter Energie, um ein kuscheliges Wohlfühklima in den Wohnräumen zu schaffen. Dazu sorgt sie auch noch für Warmwasser. Jährlich lassen sich so große Mengen Kohlendioxd einsparen. Zusammen mit anderen Maßnahmen lassen sich so die Auswirkungen des Klimawandels nachhaltig mindern.

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