“Buon Natale” – Weihnachten in Italien
Geschenke für die Kinder gibt es oft erst am 6. Januar. Die werden allerdings nicht von den Heiligen Drei Königen gebracht, wie bei einem katholischen Land zu vermuten wäre, sondern von der der hässlichen, aber lieben Hexe „Befana“. Die Hexe Befana ist in Italien schon seit Jahrhunderten eine der wichtigsten Traditionen in der Weihnachtszeit. Ihren Ursprung hat die Befana-Tradition in einer Geschichte, die auf kuriose Weise christlichen Glauben mit heidnischen Figuren mischt. In der jahrhundertealten Legende wird erzählt, dass die Heiligen Drei Könige auf ihrem Weg zum Jesuskind am Haus der Hexe Befana vorbeigekommen sind. Die Befana hatte erst keine Zeit mitzukommen. Als sie aber mit ihren Hausarbeiten fertig war, wollte auch sie das Jesuskind beschenken. Da der Stern über Bethlehem mittlerweile erlöscht war, habe die Befana – so die Legende – Geschenke durch die Schornsteine aller Häuser geworfen, in denen Kinder lebten.
Brave Kinder fiebern dem Tag der Befana mit großer Begeisterung entgegen. Am Vorabend werden große Socken in den Kamin oder vor die Tür gehängt.
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Artikel verfasst von:
Agathe Freudenstein
agathe@elib.org
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