Yoga und Weihnachten – man bekommt, was man gibt.

Als die Kinder noch klein waren, erschien die Weihnachtszeit so viel festlicher und bedeutungsvoller. Es wurden gemeinsam Weihnachtsplätzchen gebacken, Weihnachtslieder gesungen und das Haus wurde festlich dekoriert.
Dann gab es natürlich die Weihnachtsgeschenke. Man gab sich so sehr Mühe, Geschenke passend zu verpacken, die Farben von Geschenkpapier und Schleifen zu koordinieren. Und an Weihnachten saß man mit Stolz und Freude inmitten der zerrissenen Geschenkverpackungen, probierte und bewunderte seine Geschenke und führte die neuen Anziehsachen mit einem großen Lächeln am Frühstückstisch vor.

Doch in den letzten Jahren erscheint der Beginn der Feiertage eine Intrusion. Man hört von Menschen, die sich wünschen die Weihnachtszeit wäre bereits vorüber und der Alltag wieder eingekehrt. Warum ist das so? Ist die Arbeit so wichtig geworden, dass die Weihnachtszeit in den Hintergrund geschoben wird, oder ist Weihnachten nur noch ein Special Event rund ums Essen, oder ist man über die Jahre undankbarer geworden oder stellt die Geschenkgabe eine Verstimmung dar, weil das hart erarbeitete Geld für Geschenke ausgegeben wurde, die oftmals unbeachtet bleiben?

Als jemand, die seit 6 Jahren intensiv Yoga praktiziert, weiß ich aus Erfahrung, dass schlechte Energie die ich herausgebe, egal ob durch Gedanken, Worte oder Gefühle, früher oder später zu mir zurückkommt. Und je klarer und erhöhter das eigene Bewusstsein wird, desto schneller wirkt das Konzept des Karma.

Die Weihnachtstage waren früher voller Gemütlichkeit mit der Intention eine warme Atmosphäre und liebevolle Erinnerungen zu kreieren. Warum ist diese besondere Zeit dann mit den Jahren unentspannter und ungemütlicher geworden? Könnte es daran liegen, dass Geschenke nicht mit der richtigen Intention gegeben oder erhalten werden? Ist die Verstimmung bei der Zubereitung des Weihnachtsessens und bei der Verpackung der Last Minute Geschenkeinkäufe sichtbar oder spürbar?

In diesem Jahr, während ich mich auf das Weihnachtsfest einstimme, ist meine Intention dieses ganz besondere Fest mit Anmut, Wohlwollen und Respekt anzugehen. Meine Geschenke werden mehr von Herzen kommen und einen geringeren Geldwert als sonst haben. Stattdessen werden es kleinere, nützliche Gegenstände, die schöne Erinnerungen und Bedeutung hervorrufen werden. Ich merke, dass ich bereits eine tiefere Freude auf das diesjährige Weihnachtsfest verspüre, mit voller Dankbarkeit für das, was ich habe. Ich fühle, als ob ich Yoga und Mediation praktiziere mit jedem Geschenk, das ich geben werde.

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