Das nasse Element im Garten

Für die traditionelle Kunst des Gartenbaus waren Seen oder Teiche unverzichtbar. Ein kunstvoll gestalteter Garten sollte ein Abbild des Kosmos sein, eine harmonische Widerspiegelung der Schöpfung aus der Hand des Gärtners. Dazu war das Element Wasser, also ein Gartenteich, unbedingt notwendig.
Die Gartengestalter früherer Zeiten konnten nicht auf die Bandbreite vorgefertiger industrieller Produkte zurückgreifen, die dem heutigen Gartenliebhaber das Leben erleichtern. Dafür hatten sie aber etwas zur Verfügung, das heutzutage weniger gängig ist: viel, viel Platz.
Mit dem Thema Platz beginnt die Entscheidungsfindung – wieviel Platz habe ich, wie groß soll der Teich sein, wo will ich den Teich einrichten?
Selbst in einem der gerne zitierten ´Reihenhaus-Handtuchgärten` findet sich ausreichend Raum für das Urelement Wasser. Auch in einem Behälter von der Größe eines Waschzubers lassen sich Teichrosen ziehen. Der Fachhandel bietet eine große Auswahl an entsprechenden Gefäßen an. Von rustikalen Fässern in Holzoptik bis zu elegant-mediterranen Schalen ist alles zu bekommen. Die Behälter und ihre Bepflanzung sollten dann harmonisch aufeinander abgestimmt werden.
Ist mehr Platz vorhanden und wird ein ´echter`Teich gewünscht, fällt die Entscheidung zwischen vorgefertigten Teichschalen und einem selbst gefertigten Becken.
Teichschalen gibt es in ziemlich allen Größen – angefangen von Modellen, die sich unter dem Arm tragen lassen bis zu den Ausführungen, die per LKW und Kran an Ort und Stelle gelangen. Der Gartenliebhaber hat hier die Möglichkeit, seinen Teich in die Erde zu verlegen oder, mit entsprechender Fundamentierung und Umrahmung, als oberirdisches Becken zu gestalten.
Selbstbauer kommen preiswerter an ihren Gartenteich. Die Aushubarbeiten kann man selbst machen, die Abdichtung erfolgt mit Teichfolie, beide Tätigkeiten verlangen kein großes handwerkliches Geschick.
Als Faustregel für die Platzwahl gilt: Je sonniger, desto besser. Befinden sich Bäume in der Nähe des Teichs, werden im Herbst die fallenden Blätter zu einem Problem.
Es muss nicht immer ein großer Teich sein. Eine geschickte Anordnung von zwei oder drei kleineren Becken kann eine eindrucksvollere Wirkung erzielen und ist vor allem wesentlich pflegeleichter.

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