Sternzeichen Steinbock – Zeit der inneren Einkehr

Die Zeit des Sternzeichen Steinbock ist vom 22. Dezember bis zum 20. Januar. Der Steinbock ist ein Erdzeichen und sein Herrscher ist Saturn. Die Steinbockzeit beginnt mit den leuchtenden Weihnachtsfeiertagen und es fallen auch die 12 Rauhnächte in diese Zeit hinein. Der Steinbock als Tier in der Natur befindet sich sehr weit oben in den Bergen, wo es nur mehr wenige Bäume und dafür Felsen und Schnee gibt. Er muss mit sich mit anspruchsloser Nahrung wie z.B. Kräutern, Flechten, Moose und Baumrinden zufrieden geben. Durch Aberglauben wurde der Steinbock in früheren Zeiten gejagt und fast ausgerottet. Seine Magensteine (Bezoare) sollten vor Vergiftung schützen, sein Blut und seine Innereien sollten einen Menschen unverwundbar machen.

Einiges was die wirklichen Steinböcke auszeichnet, wird nun dem Sternzeichen Steinbock auch nachgesagt. Er zieht sich gerne zurück in die Einsamkeit und möchte seine Ruhe haben. Da er sehr genügsam ist, kommt er mit einfacher oder mit wenig Nahrung aus. Vom Typ her ist er eher hager, jedoch nicht schwächlich. Manchmal sagt man ihm sogar Geiz nach, jedoch ist das oft eher das Gefühl bei ihm, dass er für schlechte Zeiten vorsorgen muss. Traditionen, die liebt ein Steinbock, alles was von früher ist, ist ihm ein großer Wert, vielleicht findet man ihn deshalb oft auf Floh- oder Antikmärkten. Was er kennt, das macht ihn sicher. Da bewegt er sich nicht gerne auf einen neuen Standpunkt zu. Dafür ist er dann jedoch auch ein treuer und stabiler, pflichtbewusster Mensch. Wenn er sein Wort gibt, dann kann man sich darauf verlassen. Ein mancher hat sogar Angst vor einem Steinbock, da er sehr streng sein kann, diese Strenge hat er jedoch auch zu sich selber, er fordert also nichts, was er nicht selber bereit ist zu geben.

Manchmal macht er sich auch mit übertriebenen Schuldgefühlen das Leben zu schwer. Da kann er von einem luftigen Partner wie Wassermann oder Zwilling die Leichtigkeit des Seins lernen.

Noch etwas zu den Rauhnächten: Es sind zwölf Nächte zwichen dem 21.12. und dem 6.1. Sie sind bekannt im Brauchtum von Österreich und Süddeutschland. Z.B. der 21.12. Wintersonnwende, der 24.12. die Christnacht, 31.12. Sylvesternacht und 5.1. Nacht zu Dreikönig. Rauh kommt aus dem mittelhochdeutschen “ruch” (haarig) und bezieht sich auf die Kürschnerei, Tierfelle oder Rauhwaren. Die Rauhnächte sind von der Mythologie und dem Brauchtum her die Zeit, die für Geisteraustreibung oder -beschwörung, sowie Wahrsagen geeignet ist. Im Alpenraum haben die Geisteraustreiber dicke Pelze an und machen viel Lärm. Die Winterauskehr am Faschingsende hat ähnliche Wurzeln. An Sylvester wird durch das Bleigiessen dieses alte Brauchtum des Orakelns bis heute gepflegt. Kaiser Karl der Große hat um 800 die alten Bräuche abgeschafft und das Weihnachtsfest wurde zum Kirchenfest.

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