Schwimmen
Das alltägliche Verhalten der meisten Menschen ist auf sitzende Arbeit ausgelegt. Die Frage nach den Ursachen der häufigsten Zivilisationskrankheiten wie Rückenschmerzen ist ebenso berechtigt, wie einfach zu beantworten. 50 Prozent aller Todesfälle sind auf Erkrankungen des Herz- Kreislauf- Systems zurückzuführen.
Die falsche Ernährung, überwiegend sitzende Haltung, Bewegungsmangel sind Risikofaktoren, die einen Herzinfarkt bewirken können. Hinzu kommt, dass der Durchschnittsbürger sehr wenig, bis gar kein Sport in seiner Freizeit treibt. Nach Feierabend können sich nur die wenigsten überwinden, ein Fitnessstudio aufzusuchen oder Ausdauersport zu betreiben. Die zahl der adipösen Erwachsenen und Jugendlichen steigen stetig an, und haben derzeit schon beängstigende Dimensionen angenommen. Das Rauchen und der Konsum von alkoholischen Getränken erhöhen zusätzlich die Gefahr der Arteriosklerose und die damit verbundene Gefahr eines Herzinfarktes.
Durch einen regelmäßigen und adäquaten Ausdauersport und Kraftsport können diese Gefahren auf ein Minimum gesenkt werden. Besonders Anfänger und sportliche Einsteiger bewirken mit einem Minimum an Aufwand immense Erfolge auf das Herz- Kreislauf- System. Die Fettverbrennung sollte bei einem Beginn des Sportes nicht im Vordergrund stehen, sondern als eine positive Begleiterscheinung angesehen werden. Minimalprogramme im Gesundheitssport beinhalten einen Trainingsaufwand von 60 Minuten pro Woche. Wer behauptet, selbst dafür keine Zeit in Anspruch nehmen zu können, lügt sich schlichtweg selber etwas vor.
Um einen Einstieg in den Ausdauersport zu finden, empfiehlt sich das Schwimmen in einem besonderen Maße, da die Geschwindigkeit und damit die Intensität individuell angepasst werden kann, und der Sportler nur rund ein zehntel seines Körpergewichts tragen muss. Sowohl für Übergewichtige, als auch für Sportler mit Gelenkbeschwerden ist die sportliche Abstinenz somit nicht vertretbar. Schwimmen kann fast jeder, jedoch tut es auch leider fast keiner, obwohl die Anpassungen am Organismus in einem ähnlichen Ausmaß sind, wie bei einem gezielten Lauftraining. Fast der gesamte Bewegungsapparat des Menschen wird bei einem Schwimmtraining mit der richtigen Technik gezielt gefordert und gefördert. Durch den Wechsel zwischen Zug und Druckbewegungen während des Schwimmens kann es mit einem Kraftausdauertraining verglichen werden.
Die beliebteste Variante der Deutschen die Bahnen hinter sich zu lassen, erfolgt mittels Brustschwimmen. Dies ist eng damit verbunden, dass über allen Schwimmausbildungen der DLRG (Deutsche Lebensrettungs- Gesellschaft) steht, und der Rettungsgedanke dabei im Vordergrund steht. In anderen Ländern ist Kraulschwimmen die meist verbreitete Variante.
Dazu muss nicht unbedingt ein Schwimmlehrer aufgesucht werden. Viele angestellte in Schwimmbädern und Schwimmhallen besitzen Kenntnisse über alle Schwimmvariationen. Wer schon in Vornherein an Rückenschmerzen leidet, sollte beim Besuch des Schwimmbads auf das Rückenschwimmen besonderen Wert legen. Wie auch beim Kraulschwimmen wird dabei die gesunde S – Form der Wirbelsäule über den gesamten Bewegungsablauf beibehalten. Das Kraulschwimmen wird in Deutschland vermehrt von Fortgeschrittenen Schwimmern angewandt. Das Kraulschwimmen ist die Schwimmtechnik mit dem die schnellsten Geschwindigkeiten möglich sind, was jedoch nicht bedeutet, dass Kraulschwimmen nur schnell ausgeführt wird. Mit ein wenig Übung gelingt es auch notorischen Brustschwimmern das Kraulschwimmen mit geringen Intensitäten zu erlernen.
Im Leistungsbereich des Schwimmens sind die Anpassungserscheinungen am Organismus sekundär, da nur die Schwimmzeit im Vordergrund steht. Durch eine Optimierung der einzelnen Schwimmstile und Trainingsmethoden wurden die Schwimmleistungen in den vergangenen Jahren immer wieder verbessert. Besonders Schwimmer wie Ian Thorbe, Michael Phelps machten den Schwimmsport in den vergangen Jahren populär.
Schwimmen verbessert jedoch nicht alleine die konditionellen Fähigkeiten, sondern durch den Schwimmstil des Delphinschwimmens steigt auch die koordinative Anforderung an die Sportler.
Um die positiven Auswirkungen des Schwimmens optimal ausnutzen zu können empfiehlt es, sich nicht auf einen Schwimmstil festzulegen, sondern das Trainingsprogramm möglichst vielseitig zu gestalten. Damit wird nicht nur die Muskulatur vielseitiger gefördert, sondern die Motivation gefördert.
Ihr
Tobias Kasprak
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