Desktop-Modding
Auf Dauer können die ursprünglichen Designvorlagen von Betriebssystemen eintönig werden. Mittels Deskmodding hat man heute Möglichkeiten, sich bis zu einem gewissen Grad eine individuelle grafische Benutzeroberfläche zusammenzustellen.
Egal ob Einsteiger, Fortgeschrittene oder Profis, im Grunde trifft es fast jeden irgendwann, dass er die gewohnte Arbeitsumgebung altbacken und langweilig findet. Doch schrecken die meisten zurecht von der radikalsten Lösung zurück, der Installation eines neuen, alternativen Betriebssystems. Heutzutage ist solch ein tiefgehender Eingriff nicht mehr notwendig, nur um eine individuelle Arbeitsumgebung zu gestalten.
Beginnen sollte man grundlegend mit den simpelsten Umgestaltungsmöglichkeiten, die selbst Einsteiger ohne Schwierigkeiten meistern können. Als einfachstes Beispiel ist hier der Austausch des Wallpapers, dem Hintergrundbild der Arbeitsoberfläche, zu nennen. Mit dieser Methode kann man bereits eine vollkommen andere Stimmung auf seinen Bildschirm zaubern. Wobei die visuellen Möglichkeiten damit noch lange nicht ausgeschöpft sind. So gibt es heutzutage Anwendungen, mittels derer sich systemweit Symbole und Icons ändern, sowie zahlreiche Grafiken, die beim Hochfahren des Rechners angezeigt werden, austauschen lassen.
Darüber hinaus wurden ebenso komplexere Programme entwickelt, die eine ganze Shell (Arbeitsumgebung) komplett neu gestalten können, ganz nach den Vorgaben und Vorstellungen des Anwenders. Natürlich erfordert deren Konfiguration einiges an Know-How, aber zahlreiche Adressen im Netz unterstützen den Interessierten bei der Lösung seiner diesbezüglichen Probleme.
Auch kleine Miniprogramme, sogenannte Widgets bzw. Gadgets, lassen sich problemlos in jedes System integrieren. Diese sehr schlanken Anwendungen sind in der Lage, bestimmte (System-)Informationen anzuzeigen, kleine Notizen anzufertigen, aktuelle Schlagzeilen auf dem Desktop zu präsentieren oder sich weiteren, ganz konkreten Aufgaben zu widmen.
Auch unter einer Laufzeitumgebung von Unix/Linux ist mit erscheinen von KDE 4.0 ebenfalls eine direkte Möglichkeit eingeführt worden, Widgets für das System zu entwickeln, sogenannte Plasmoids.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass für jeden Anwender die Möglichkeit besteht, sein System dahingehend zu optimieren, um am Ende ein erweitertes Maß an Individualität, Abwechslung, Übersicht sowie an Produktivität zu erhalten.
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