Ökologischer Anbau bei Spargel
So reichern z.B. Betriebe, die nicht unter biologischen Gesichtspunkten anbauen, den Boden mit Reinstickstoff an. Das beschleunigt zwar den Wuchs der Pflanzen, kann den Spargel aber auch bitter machen. Außerdem belastet Stickstoff das Grundwasser, wenn er nicht komplett von den Pflanzen aufgenommen wird und mit dem nächsten Regen versickert. Bei ökologischem Anbau wird mit Grünpflanzen oder Mist gedüngt. Dadurch sind zwar die Erträge geringer, das Endprodukt schmeckt aber besser.
Weil Ökobetriebe keine chemischen Unkrautvernichter einsetzen, muss Unkraut mechanisch bekämpft werden. Die Abstände zwischen den Erdwällen müssen dazu breiter sein als beim normalen Anbau. Auf der gleichen Fläche wächst beim Biobauern also weniger Spargel. Zusätzlich werden die Wälle mit wiederverwertbarer Folie abgedeckt um dem Unkraut das Licht zu nehmen.
Auch bei den zahlreichen Fressfeinden des Spargels müssen Spargelbauern neue Wege gehen.
Den Spargelpreis verändert die ökologische Anbauweise meist nur minimal. Da Spargel in hohem Grad saisongebunden ist, bestimmen eher Angebot und Nachfrage den Preis. Ist reichlich Spargel vorhanden, gehen die Preise nach unten. Die Erntemengen wiederrum sind in hohem Grad vom Wetter abhängig. Hat man also die Wahl zwischen Supermarkt Spargel oder Bio-Spargel, den man direkt auf dem Hof kaufen kann, lohnt sich der Weg zum Biobauern. An diesem Spargel bleiben nämlich keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Dünger. Ein teurer Genuss ist Spargel ohnehin und so werden auch die geringen Mehrkosten nicht mehr ins Gewicht fallen.
Die Begriffe “Öko”, “Bio”, “ökologisch” und “biologisch” sind übrigens gesetzlich geschützt. Hersteller, die ihre Produkte damit bewerben wollen müssen die Richtlinien der EU-Ökoverordnung erfüllen und werden entsprechend kontrolliert.
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