Anlaufkondensator

Ein Anlaufkondensator ist ein Kondensator, der einen Motor beim Anlaufen unterstützt. Soweit so gut. Doch was tun, wenn der Anlaufkondensator seine Leistung nicht mehr bringt und der Motor nur durch einen Schubser anspringt?

Ein Austausch ist relativ einfach, da ein Kondensator entweder eingesteckt oder durch ein Kabel eingelötet ist. Plus oder minus gibt es nicht. Man muss nur darauf achten, dass der neu gekaufte Anlaufkondensator auch wirklich die selbe Power = Mikrofarad hat. Eine Abweichung von 10% ist verkraftbar, darüber wird es kritisch. Wenn der Wert nicht mehr lesbar ist, hat man ein Problem, da der Wert nicht ausmessbar ist. Eventuell beim Hersteller nachfragen, was verbaut wurde.

Im wesentlichen muss der Anlaufkondensator im Gegensatz zum Betriebskondensator nur beim Start des Motors via Phasenverschiebung helfen. Da hier die Belastung am höchsten ist, werden Anlaufkondensatoren auch nur bei relativ starken Motoren verwendet und helfen diesen zu starten. Danach werden sie weggeschaltet…sonst würden Sie nicht lange überleben. Besonders bei Kompressoren und Bodenschleifmaschinen ist dies der Fall.

Der Betriebskondensator (mit DB für Dauerbetrieb gekennzeichnet) kann sowohl als Anlauf- als auch Betriebskondensator verwendet werden, da er mehr aushält und für Dauerbelastung (10.000 Stunden) ausgelegt ist.

Wenn zwei Kondensatoren vorhanden sind, ist einer also der Anlaufkondensator, der andere der Betriebskondensator. Sollte nur einer vorhanden sein, benötigen man unbedingt einen Betriebskondensator! Bloß keinen Anlaufkondensator einbauen, das wird sonst ein kurzes Vergnügen.

Leider gibt es billige bzw. einfache Elektrolytkondensatoren, welche dünner gewickelt sind und somit weniger aushalten. Man kann nur dazu raten immer den dickeren Folienkondensator zu wählen – kostet nur minimal mehr, hält dafür viel länger.

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