Praktisch, traditionsreich und oft unterschätzt: unser Schuhwerk
In der Antike wuchs der Variantenreichtum. Insbesondere Sandalen fanden häufige Verwendung. Noch im Mittelalter war das Tragen von schuhähnlichen Untersätzen oftmals nur den privilegierten Oberschichten aus Kirche und Herrscherschicht vorbehalten. Meistens wurden sie mit allen möglichen Kostbarkeiten angereichert und verziert. Über die Fußbekleidung der ärmeren und ländlichen Bevölkerung aus jener Zeit ist wenig bekannt.
Nicht weniger als neun deutsche Schuhmuseen widmen sich der Erforschung und Vermittlung der Geschichte der Schuhmode und -produktion von der Vorzeit bis heute. Doch eine spannende Frage gilt bis heute als ungeklärt: die Erfindung des Absatzschuhs. Eine Theorie besagt, dass ein Anbringen von Schuhabsätzen das Reiten mit Steigbügeln vereinfachte, da sich der Absatz in sie einhängen konnte. Demnach war der Absatzschuh vornehmlich für Herren geeignet. Einem anderen Ergebnis zufolge entwickelte sich der Absatzschuh aus der Notwendigkeit heraus, Schuhe vor dem Schmutz der Straße zu schützen, da es in den Städten des Mittelalters keine Kanalisation gab.
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