Historische Entwicklung der Frauenbewegung
1848 begann mit dem Kampf um die Bürgerrechte der Afroamerikaner zeitgleich die Frauenbewegung. Dies ist darauf zurück zu schließen, dass die Frauen damals den Kampf um die Bürgerrechte als Ansporn nahmen, an ihren Rechten gegenüber der männlichen Bevölkerung zu arbeiten. Diese Frauen nannte man anfangs „Frauenrechtlerinnen“.
Als erstes setzten sie sich für das Wahlrecht der Frauen, sowie für das Recht auf Bildung (Studium) und einen Arbeitsplatz ein.
In Deutschland machte sich der „Allgemeine Deutsche Frauenverein“ für diese Rechte stark, der von Frauenrechtlerinnen gegründet wurde. Diese schafften es 1918 das Frauenwahlrecht einzuführen. Somit konnten in Deutschland zum ersten Mal Frauen wählen und sich wählen lassen.
Doch die neu errungenen Frauenrechte wurden mit Beginn des Nationalsozialismus wieder verdrängt. Das Bild der deutschen Frau in der Gesellschaft ging daher in Richtung Hausfrau und Mutter zurück.
In den 60ern kam erst ein erneuter Aufschwung in der Frauenbewegung. Die Frauenrechtlerinnen wurden nun Feministinnen genannt und kämpften nicht mehr lediglich für eine Gleichstellung in beruflicher und politischer Ebene, sondern auch für eine Gleichstellung der Frauen in den privaten und sozialen Bereichen. Sie stellten die von den Männern geprägten Institutionen in Frage und machten sich dadurch die Unterdrückung der Frauen bewusst. Doch in den 70ern klang auch diese Phase der Frauenbewegung wieder mehr und mehr ab.
Aber einige Jahre später – in den 90ern – kam wiederholt mehr Wind in die Sache. Die Feministinnen knüpften an die zweite Phase der Frauenbewegung an. Sie kämpften wieder um die Gleichstellung der Frau, jedoch diesmal mit mehr Rücksicht auf die andere Seite. Denn nun stand im Vordergrund, dass nicht nur die Rolle der Frau sie einengte, sondern die Rolle beider Geschlechter eine Einengung für die persönliche Entfaltung beider darstellte.
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