Breitband-Komplettpakete erfreuen sich wachsender Beliebtheit

Schnelle Internetzugänge via DSL liegen im Trend. Mitte 2007 stelle die Deutsche Telekom rund 47 Prozent der Breitbandzugänge. Doch im gleichen Jahr haben wieder zahlreiche Kunden der Telekom den Rücken gekehrt. Sie setzen stattdessen auf die neuen Komplettangebote, die von einer wachsenden Zahl von Internetprovidern angeboten werden. Mit den Schlagworten “alles aus einer Hand” und “Komplett einfach” buhlen sie um die Gunst der Kunden. Die Komplettpakete enthalten einen schnellen Internetzugang via DSL und ermöglichen meist das Telefonieren per Voice over IP (VoIP). Zudem bieten nahezu alle dieser Komplettanbieter Flatrates zum Surfen im Internet und zum beliebig langen Telefonieren in das deutsche Festnetz. Davon können Nutzer von analogen Modems, die sich per Internet by Call in das weltweite Datennetz einwählen, nur träumen.

Auftragsstau bei der Telekom

Doch sind diese Komplettpakete noch nicht überall bundesweit verfügbar und es muss teils noch auf den Anschluss der Deutschen Telekom zurückgegriffen werden. Einige Anbieter zahlen ihren Kunden vorübergehend die Telekom-Grundgebühr, bis die Umschaltung auf das Komplettpaket auch technisch möglich ist.

Wegen der großen Nachrage hat sich bei der Telekom ein Auftragsstau angehäuft. Einige der Telekom-Wettbewerber, die bereits intensiv mit den Komplettangeboten werben, haben eine Klage bei der für die Regulierung zuständigen Bundesnetzagentur eingereicht,. Sie wollen klären lassen, ob die Telekom ihre Marktmacht bei der Schaltung von DSL-Zugängen missbraucht .

Investition in eigene Netze

Die Telekom-Konkurrenten investieren jedoch auch verstärkt in eigene schnelle Glasfaser-Netze. Laut einem Urteil der Bundesnetzagentur muss die Telekom ihren Wettbewerbern einen Zugang zu den Leerrohren der Telekom ermöglichen. Ein solcher Zugang erspart den großen anderen DSL-Providern ein kostenintensives Aufreißen von Straßen. Eigene Netze könnten so schneller und weitaus billiger realisiert werden.

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