Jedes Jahr beginnt im Frühjahr die Zeckensaison, oder besser gesagt ab 7 Grad plus erwachen die Zecken von ihrer Winterstarre. Auch jedes Jahr wird dann verstärkt zur Zeckenimpfung aufgerufen. Viele Menschen denken dann, wenn Sie geimpft sind, haben Sie den Schutz vor allen möglichen Zeckenkrankheiten. Leider bietet die Zeckenimpfung momentan nur für eine Virusinfektion, der FSME Schutz. Eine weitere nicht so bekannte bakterielle Infektionskrankheit von Zecken ist die Borreliose. Die schraubenförmigen Borrelien gehören zu der Gruppe der Spirochäten und die bekannteste Borrelienart ist die Borrelia burgdorferi Das Fatale an dieser Krankheit ist, die manchmal sehr schwierige Diagnose. Da es sich um eine Multisystemkrankheit handelt, können die Symptome sehr vielseitige sein und manch einer anderen Krankheiten gleichen.
Auch kann eine Zecke unbemerkt zustechen, da der Zeckenstich meistens schmerzfrei ist. Ein Erkennungszeichen der Borreliose ist die Wanderöte, die aber nur bei ca. 50 % der Patienten auftritt. Dabei ist die Borreliose durch rechtzeitige Behandlung meist noch gut heilbar. Sollte aber die Borreliose ausbrechen und nicht erkannt werden, beginnt für die Betroffenen oft ein langer Leidensweg. Einige Ärzte aus der USA glauben, das jeder 3 Rheumapatient eigentlich Borreliose hat und nicht Rheuma. Da Borreliose nicht in ganz Deutschland meldepflichtig ist, gibt es darüber keine genauen Zahlen über die Erkrankungen. Es wird vermutet, dass jedes Jahr 50.000 – 100.000 an Borreliose erkranken. Insgesamt soll es 500.000 Betroffene dieser Krankheit geben. Als Vorbeugung gilt die Zecke schnellstmöglich und fachgerecht innerhalb von 24 Stunden zu entfernen. Damit hat man die größte Chance sich nicht mit Borreliose zu infizieren. Übrigens, ab einer Höhe von 1000 Meter soll es in der Natur keine Zecken mehr geben.
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Kategorie: Krankheiten