Warnwesten für private PKW
Nachgewiesen sterben einige Tausend Menschen nach einer Panne oder Unfall, weil sie sowohl bei Tag und noch mehr bei Nacht von anderen Fahrern übersehen wurden.
Europaweit hat Vorreiter Italien auch für private PKW die Warnwestenpflicht eingeführt, woraufhin jährlich Länder wie z.B. Österreich, Spanien und Portugal nachzogen und es bei Nichtachtung mit erheblichen Bußgeldern ahnden.
Obwohl verschiedene Innenministerkonferenzen (z.B. in Hamburg und Stuttgart) auch die Warnwestenpflicht für alle Fahrer in Deutschland durchsetzen wollten, lässt die Verwirklichung noch auf sich warten. Dass eine Warnwestenpflicht nur eine Geschäftemacherei sei, kann aufgrund der viel höheren Sichtbarkeit nicht nachvollziehbar sein. Es scheint verwunderlich , dass gerade Deutschland im Bereich KFZ- und Straßensicherheit nicht dem Vorbild der meisten anderen EU Ländern folgt, sondern Jahr um Jahr ohne weitere Entscheidung zur Sichtbarkeit durch Warnwesten verstreichen lässt. Nur Firmenfahrzeuge müssen in Deutschland eine Warnweste im Auto mitführen.
Hierbei erscheint die Vorschrift (siehe BGE), welche nur orange – rote Warnwesten als zulässig beschreibt als überholt, da die Europäische Norm EN 471 auch gelbe und rein orange als zulässig sieht. Dass das Gesetz noch aus einer anderen Zeit stammt um englische Bauarbeiter von deutschen Arbeitern zu unterscheiden sollte hierbei nicht vergessen werden.
In den meisten europäischen Ländern gilt: Eine Warnweste in orange, rot oder gelb sollte der Norm EN 471 entsprechen und freiwillig vor dem Aussteigen angezogen werden. Sie sollte ausreichend groß sein, um sie vor dem Aussteigen auch über eine Winterjacke anziehen zu können.
Einige Warnwestentests von verschiedenen Institutionen möchten die unterschiedliche Qualität von Warnwesten beschreiben, aber als objektive Tests und Beurteilung über einen Hersteller kann man sie nicht sehen, da im Test des ACS verglichen mit anderen Tests auch schon zwei sehr verschiedene Urteile über die Warnwesten eines Herstellers gefällt wurden.
Bei den Tests sollten auch einmal die Hersteller zu einer Stellungnahme Ihrer Qualitätssicherung und Aushändigung Ihrer Zertifikate die Möglichkeit bekommen, sich zu den Stichprobentests (vorherige Lagerung ist zu bedenken) zu äußern. Natürlich gibt es keinerlei Rechtfertigung, wenn gerade für die silber-grauen reflektierenden Streifen nicht reflektierende billige Attrappen angenäht wurden.
Auf jeden Fall gilt eine Warnweste, die mit einem Herstellernamen im Etikett ausgestattet ist, schon als seriöser und sollte somit den Anforderung der EN 471 genügen.
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