Haarersatz

Unter Haarersatz werden alle Formen künstlicher oder echter Haarteile und Perücken verstanden, die das eigene meist fehlende Haar ersetzen sollen. Gründe, die einen Haarersatz nötig machen, können zum Beispiel krankhaft bedingter Haarausfall oder die Folgen einer Chemotherapie sein. Bei Männern kann auch altersbedingter oder erblicher Haarausfall den Wunsch nach einer Perücke oder einem Toupet, also einer Teilperücke, aufkommen lassen.
Oft ist Haarersatz die letzte Möglichkeit, einer Glatze zu entgehen- wenn zum Beispiel eine Haartransplantation nicht erfolgreich verlaufen ist oder unter den gegebenen Umständen zu kostspielig.
Auch wenn Haarersatz also eigentlich ein dekoratives Produkt darstellt, ist dieser meist mit psychischen oder körperlichen Problemen des Trägers verbunden. Haare können unmittelbarer Ausdruck des Seelenzustands sein- wenn ein Patient durch eine Chemotherapie ohnehin geschwächt ist, kann das fehlende Kopfhaar eine zusätzliche Belastung darstellen. Um diesem Gefühl von Minderwertigkeit entgegen zu treten, gibt es heute absolut natürlich aussehenden Haarersatz in jeder Form und Farbe.:
Ob Locken oder Glatthaar, natürliche Haarfarben in Blond- und Brauntönen oder Perücken mit bunten Strähnen, für jeden Typ gibt es inzwischen den richtigen Haarersatz. Die Qualitäten können dabei sehr unterschiedlich sein, so gibt es maschinell oder handgefertige Perücken, die aus Kunst- oder Echthaar hergestellt werden. Moderner Haarersatz soll dabei im wahrsten Sinne des Wortes einen brauchbaren Ersatz darstellen, der genauso zu pflegen ist wie Eigenhaar. Bei sachgemäßer Handhabung können die Perücken teilweise jahrzehntelang halten; enstprechende Folgemodelle kann ein Spezialist nach dem gewünschten Vorbild anfertigen lassen.
Haarersatz stellt demnach eine Brücke zwischen dekorativer Kosmetik und medizinischer Notwendigkeit dar- eine Perücke kann ihrem Träger ein neues Selbstwertgefühl geben, gerade, wenn dieser krankheitsbedingt kein Eigenhaar (mehr) besitzt, ohne dass ein Eingriff in Form von plastischer Chirurgie erfolgen muss.

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