Bohren in Stein und Beton

Gemeint ist damit das maschinelle Bohren mittels Bohrmaschine oder Bohrhammer (230 V) mittels dafür geeigneter Bohrer (als Werkzeug). Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Art des zu bohrenden Materials. Je nachdem, ob es sich um Stein (Porenbeton, Poroton, Kalk-sandstein, Ziegel, usw.) oder Beton handelt und welche Dimension hinsichtlich des zu bohrenden Durchmessers zu bewältigen ist, ist es davon abhängig mit welchen Maschinen (Bohrmaschinen mit Schlagfunktion oder Bohrhämmer) und mit welchen Bohrern bzw. Werkzeugen die besten Ergebnisse zu erzielen sind. Bei den Bohrern handelt es sich um hartmetallbestückte (an der Spitze des Bohrers) Steinbohrer mit „normalem“ Rundschaft für die Aufnahme in Bohrmaschinen oder um hartmetallbestückte Hammerbohrer mit SDS-Plus- bzw. SDS-Max-Schaftaufnahme für Bohrhämmer.

Für Bohrlöcher in Porenbeton und Poroton verwendet man am Besten einen „normalen“ Steinbohrer, verzichtet beim Bohren aber auf den Einsatz der Schlagfunktion seitens der Bohrmaschine. Je härter das Material, desto eher kommt dann das Schlagwerk einer Maschine zum Tragen. Bei großen Durchmessern in Beton wird am Besten ein Bohrhammer mit großer Schlagenergie (Joule) und großer Schlaghäufigkeit eingesetzt. Die Bohrerschaftaufnahme ist dann SDS-Plus oder SDS-Max, wegen höherer Übertragbarkeit an Kraft bzw. Drehmoment.

Hinsichtlich Ihrer Eignung zum Bohren großer Löcher hat sich im Bohrmaschinen-Vergleich (bzw. im Bohrhammer-Vergleich) außerdem herausgestellt, daß hier Maschinen mit Konstant-elektronik (Drehzahl bleibt auch unter Last konstant) sowie mit mehrstufiger Getriebeanpassung von Vorteil sind, da sie sich unterschiedlichen Materialanforderungen besser anpassen können.

Als weiteres wichtiges Werkzeug ist hier noch die sog. Schlagbohrkrone zu nennen, mit Ihr werden Löcher für z.B. Schalter- und Abzweigdosen in Stein und Beton gefräßt. Je nach benötigtem Durchmesser und zu fräsendem Material sollten hierfür eingesetzte Maschinen schon über eine sehr hohe Leistung (Abgabeleistung in Watt) und zur Sicherheit von Maschine und Anwender auch über eine Sicherheitskupplung (Aufnahme von abrupt auftretenden Schlägen bei Verkantung des Werkzeuges) verfügen. Vorteilhaft ist auch die Möglichkeit der Maschine „rückwärts“ zu drehen, was beim Steckenbleiben von Werkzeugen und Bohrern die Möglichkeit eröffnet das Werkzeug zu “befreien“.

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