DSL Speedtest im Internet

DSL ist der meistgenutzte Internetzugang Deutschlands. Die Ursache dafür lässt sich in der hohen Verfügbarkeit und der zuverlässigen Technik finden. So sind Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 16.000 kbit/s kein Problem mehr, 2.048 kb/s gehören hingegen längst zum Standard. Diese Geschwindigkeiten sind allerdings lediglich die von den jeweiligen Anbietern angegebenen Maximalraten. De facto surfen die meisten Nutzer hingegen oftmals mit einer weit niedrigeren Geschwindigkeit.

Eine Möglichkeit, die tatsächliche Übertragungsrate in Erfahrung zu bringen, besteht in einem sogenannten DSL Speedtest. Diese sind auf vielfältige Art und Weise zugänglich: Viele Anbieter, wie beispielsweise T-Home, liefern die Testprogramme im Zuge ihrer Einwahlsoftware bei der Bestellung bzw. Beantragung des Zugangs gleich mit; alternativ kann man auch jederzeit auf einen internetbasierte Speed Test zurückgreifen.

Der Grundgedanke ist dabei generell der gleiche. Bei beiden Testarten werden Daten von Testservern heruntergeladen, um die durchschnittliche Downloadgeschwindigkeit zu messen bzw. hochgeladen, um den Upload bestimmen zu können. Wo dies beim vom Anbieter mitgelieferten Test fast automatisch vorgenommen werden kann, müssen bei Speedtests im Internet meist noch zusätzliche Daten eingeben werden. Diese umfassen in der Regel das Standortland, den gewählten DSL-Provider, die Anschlussart (also beispielsweise DSL 6000 oder DSL 16000), sowie die Postleitzahl. Vertrauliche Daten, wie Sicherheitslogins etc. werden also nicht abgefragt. Zudem verlangen viele Testprogramme das Schließen sämtlicher Anwendungen. Dies ist für eine möglichst genaue Messung erforderlich, da weitere aktive Programme möglicherweise selber auf das Internet zugreifen und die Ergebnisse somit verfälschen können.

Bei der Messung stellen sich nicht selten überraschende Resultate heraus. Oftmals wird die vom Anbieter angegebene Maximalgeschwindigkeit gar nicht oder nur selten erreicht. Teilweise kommt es sogar vor, dass der Speed Test aufzeigt, dass der vom Anbieter angeblich bereitgestellte DSL-Anschluss in Wirklichkeit ein ganz anderer, wesentlich langsamerer ist. Dies kommt am häufigsten in ländlichen Gebieten vor, in denen Internetnutzer z.B. einen DSL 6000 Anschluss bestellen, auf Grund der mangelnden Verfügbarkeit aber lediglich DSL 3000 erhalten und darüber nicht benachrichtigt werden.

Ein DSL Speed Test im Internet lohnt sich also durchaus. In der Regel kann das tatsächliche Potential der DSL-Verbindung ermittelt werden oder evtl. sogar eine mögliche Fehlinformation durch den Provider aufgedeckt werden. Die Speedtests sollten aber nicht überbewertet werden: Eine zu 100% genaue Bandbreitenbestimmung kann nie garantiert werden.

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