Kampf der Netbooks: Eee PC 900 bekommt Konkurrenz

Mit dem Asus Eee PC hat die taiwanesische Firma ASUStek es geschafft, einen komplett neuen Markt für ultraportable, billige Netbooks zu erschließen. Nach verschiedenen Verortungen des Produkts als UMPC (Ultra-Mobile PC) und Wortneuschöpfungen wie „CLUMPC“ (Cheap Linux Ultra-Mobile PC), gab Intel der Kategorie mit dem Begriff „Netbook“ einen Namen, der immer größere Anerkennung findet. Mit Firmen wie HP und MSI belegen inzwischen immer mehr größere Firmen den neu erschlossenen Netbook Sektor. Sie stellen nun mit dem HP 2133 Mini-Note und dem MSI Wind die zweite Generation dieser UMPCs bzw. Netbooks und machen damit dem neuen Eee PC 900 erstmals ernsthafte Konkurrenz.

Asus versucht mit dem Eee PC 900 auf besonders häufig kritisierte Eigenschaften seines Vorgängers zu reagieren. Wichtigste Neuerung ist der 8,9 Zoll große Bildschirm mit 1024 mal 600 Bildpunkten, mit dem besonders das Surfen im Internet wesentlich angenehmer vonstatten gehen soll. Weitere Neuerungen sind ein wesentlich größeres Touchpad mit Multitouch-Funktion und wesentlich mehr Speicher, der sich je nach vorinstalliertem Betriebssystem unterscheidet (12 GB für Windows, 20 GB für Linux). Der Schwachpunkt des Eee PC 900 liegt im beiliegenden schwachbrüstigen Akku, der je nach Verkaufsland unterschiedliche, aber immer nur vergleichsweise geringe Laufzeiten ermöglicht. Eine Variante mit Intel Atom-Prozessor wurde bereits angekündigt (Eee PC 901).

Das HP 2133 Mini-Note ist die erste ernstzunehmende Konkurrenz für Asus. Etwas größer als die Modelle der Eee-Serie, bietet das Mini-Note eine größere Tastatur und adressiert damit einen der noch ausstehenden Kritikpunkte am Konkurrenten. Der Bildschirm ist ebenfalls 8,9 Zoll groß, allerdings höher aufgelöst. Je nach Variante liefert HP 4 GB Flashspeicher oder eine Festplatte von wahlweise 120 bis 160 GB. Die Größe des RAMs schwankt ebenfalls zwischen 512 MB und 2 GB (Eee PC 900: 1 GB). Die Schwachstelle des HP 2133 ist neben einer ebenfalls eher geringen Akkulaufzeit, die langsame C7 CPU von VIA.
Beim MSI Wind stehen noch nicht alle Spezifikationen fest. Sicher ist, dass es das Netbook in 8,9 und 10 Zoll Varianten geben wird und standardmäßig eine 80 GB Festplatte und 1 GB RAM verbaut werden. Es kommt (ebenso wie einige Varianten des Mini-Note) mit integriertem Bluetooth.

Viele weitere namhafte Hersteller stehen bereits mit eigenen Netbooks in der Startlöchern in den Startlöchern, (Dell, Acer,…) ganz zu schweigen von unzähligen kleineren Anbietern. Es bleibt also abzuwarten, wie sich der Markt in den nächsten Monaten verändern wird.

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