Neologismus

Neologismus kommt aus dem Griechischen mit lateinischer Endung und bedeutet „sprachliche Neubildung“

Menschen bilden im Alltagsgebrauch der Kommunikation immer wieder neue Wörter und Begriffe. Manche Wortschöpfungen geraten bereits nach kurzer Zeit wieder in Vergessenheit. Man nennt solche kurzlebigen Wortkreationen Okkasionalismen. Sie werden in der Linguistik als Wörter bezeichnet, die nur einmal oder sehr selten verwendet werden. Okkasionalismen schließen eine lexikalische Lücke in einer aktuellen Benennungssituation

Neologismen hingegen werden in den öffentlichen Sprachschatz aufgenommen und wahrscheinlich nicht viel später in die Wörterbücher. Während der Zeit wo man sie als solche bezeichnet, müssen Neologismen allgemein noch als neu gelten.

Zu Neologismen zählen Neuwörter bei denen sowohl Ausdruck als auch Bedeutung neu sind (Krocha),
Neubedeutungen bei denen ein alter Ausdruck eine neue Bedeutung erhält und neue Wortkombinationen die oft einen aktuellen Begriff aus der Wissenschaft enthalten: Neurophilosophie, Nanotechnologie , Quantenphysik.

Neologismen werden auch in der Werbung und im Marketing verwendet, wie „Aprilfrische“, „Ö3ver“ oder „Energydrink“. Auch die Politik benutzt gerne Neologismen, wie etwa die Begriffe “Klimawandel” und “Steuerreform”.

Worte und Begriffe, die in den Wörterbüchern als ausgestorben galten und mit gleicher Bedeutung wiedereingeführt worden sind, sowie Wörter die aus anderen Sprachen stammen, sind im engeren Sinne keine Neuschöpfungen. Somit können diese auch nicht als Neologismen bezeichnet werden.

Für Experten in den Bereichen Marketing, Zukunftsliteratur und Domaining mag es wichtig sein sich mit Neologismus zu beschäftigen, aber es ist auch ein schönes Hobby für jeden interessierten Menschen, bei einer Tasse Tee über die Sprache von morgen zu recherchieren oder selbst Neuworte in einem Neologismus-Katalog einzutragen um die Sprachentwicklung zu beleben.

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