Was ist ein Promotionsberater?
Die Verzweiflung der Ärzte wird von manchen Anbietern ausgenutzt, die Promotionen in Osteuropa oder Südafrika anbieten. Zum Preis von 35000 – 80000 Euro erhält der Doktorand dann einen Titel teilweise ohne irgendeine wissenschaftliche Leistung. Die Titel werden von den Universitäten in Südafrika, Indonesien oder osteuropäischen Ländern gegen eine Bezahlung von „Gebühren“ vergeben. Da ein Titelkauf in Deutschland streng verboten ist, nennen sich diese Anbieter oftmals Promotionsberater, was den eigentlichen Begriff völlig entfremdet.
Ursprünglich sollte unter dem Begriff Promotionsberater verstanden werden, dass ein Doktorand beraten wird, so dass eine besonders hochwertige Doktorarbeit entsteht. Diese Hilfe kann sehr unterschiedlich aussehen: Während manche Studien noch geplant werden müssen, sind andere Projekte bereits weit vorangeschritten, so dass die Daten zunächst statistisch ausgewertet werden sollten. Viele Doktoranden haben bereits bis hierhin alles bewerkstelligt, so dass nur noch Hilfestellungen bei der Literaturrecherche oder beim Korrekturlesen gegeben werden müssen. Manchmal ist auch nur erforderlich, die Gliederung oder bereits erfolgte Korrekturen durchzusprechen. Diese aufgezählten Leistungen können interaktiv auf völlig legalem Boden ablaufen. Als Resultat entstehen so oftmals sehr hochwertige Arbeiten, weiterhin kann der Anteil an promovierten Ärzten durch eine wissenschaftliche Beratung ebenfalls gesteigert werden.
Dr. med Tanja Kottmann
Kontakt[at]medizinische-wissenschaftsberatung.de
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