Spanischer Wein – gereift in der Sonne
Nicht nur der allseits bekannte Rioja gedeiht in den sonnigen, vorwiegend gebirgigen Regionen Spaniens, auch Gegenden wie Castilla mit seinen gut genießbaren Landweinen oder die Weine, die im Hinterland der Costa Brava angebaut werden, bürgen für guten spanischen Wein.
Nicht vergessen sollte man die köstliche Rebsorte Tempranillo, die mit ihrem etwas süßem, beerigem Geschmack spanische Weine herausragen läßt. Rein oder zur Ergänzung in Cuvée-Weinen ist der Tempranillo bestens zum Trinken geeignet. Auch der Rioja profitiert vom Tempranillo. Vielleicht wird spanischer Wein, gerade wegen des Tempranillo so gerne als Rotwein angebaut. Statt das Risiko einzugehen, Weißweine mit nur mäßiger Qualität zu erzeugen, setzen die spanischen Winzer lieber auf ihre hervorragenden, in der Sonne gereiften, Rotweine.
Auch der Cabernet Sauvignon ist zur Erzeugung spanischer Weine recht beliebt, denn diese, eigentlich französische, Sorte weist in weiten Regionen Spaniens gute Wachstumsbedingungen auf. Besonders in der Region um Penedes wird die Rebsorte des Cabernet Sauvignon gerne angebaut.
Weinkenner lieben den vollen, erdigen Geschmack der Weine, die in der Gegend von Navarra angebaut werden. Ab und zu kommt ein spanischer Wein auch als angenehm leichter Rosé, in Spanien Rosato genannt, daher. Liegt der Alkoholgehalt der spanischen Weine über 15 Prozent, wird er zum köstlichen, süßen Sherry verarbeitet.
Die ersten Nachweise für den Weinanbau in Spanien sind bereits über 3000 Jahre alt. Heute ist Spanien mit 1,06 Millionen Hektar Anbaufläche das Land mit der größten Rebfläche der Erde. Über vierzig Regionen Spaniens gelten als Weinanbaugebiete, von den Reben, die auf Meereshöhe angepflanzt werden, bis zu den Sorten, die auf 800 Meter Höhe noch gedeihen.
Die Beliebtheit Spaniens als Reiseland und die ausgezeichnete Qualität spanischer Weine hat dazu beigetragen, dass spanischer Wein auch in Mittel- und Nordeuropa gerne genossen wird.
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