Wohnraumsanierung: Eilkredit oder Baukredit?
Besonders bei unbedingt notwendigen Renovierungen hat der Eilkredit einen großen Vorteil: Er kann meist sehr schnell und unkompliziert ausbezahlt werden. Schon nach wenigen Stunden oder Tagen fließt das Geld und die Renovierung kann beginnen. Besonders bei Schäden, die eine Versicherung abdeckt, kann der Eilkredit für eine kurzfristige Deckung der entstandenen Kosten sorgen. Dadurch kann dann der Schaden sofort behoben werden, und man muss nicht warten, bis die Versicherung den Schaden abdeckt. Doch der Eilkredit hat auch einige Nachteile. So sind die Zinsen oftmals höher, da sie ja auch ein höheres Risiko durch die kürzere Bearbeitungszeit abdecken müssen. Außerdem gibt es durch die kurzfristige Vergabe kaum Zeit für eine gute Beratung und eine sorgfältige Entscheidung. Dazu kommt noch, dass die Entscheidungsfindung bei einem Eilkredit dadurch erschwert wird, dass es sehr viele Anbieter gibt. Darunter gibt es auch schwarze Schafe, die genau diesen Zeitdruck ausnützen.
Wenn mehr Zeit zur Verfügung steht, kann auch ein Baukredit aufgenommen werden. Bei diesem ist das Geld an einen bestimmten Zweck gebunden. Bei den unterschiedlichen Anbietern gibt es oft markante Unterschiede in Bezug auf die Zinssätze und andere Gebühren. Beim Baukredit muss man auch noch sehr genau auf die Laufzeit achten. Denn umso länger diese ist, desto mehr Zinsen fallen in der Regel an. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Zinssatzbindung. Denn oft wird zwar ein niederer Fixzinssatz angeboten, dieser gilt dann aber nur für eine kurze Zeit. Schon nach zwei bis drei Jahren wird er variabel, was meist bedeutet, dass der Zinssatz steigt. Das können bei einem über Jahre oder gar Jahrzehnte laufenden Baukredit bei zwei bis drei Prozent schon mehrere tausend Euro sein.
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