Möbelbau im Wandel der Zeit
Schon in der Antike lebten Generationen von Großfamilien von der Mobilarproduktion. Immer spielte dabei das Handwerk und nicht nur der praktische Aspekt, sondern auch die kunstvolle Anfertigung, eine große Rolle.
Im Mittelalter waren schön verzierte und dekorierte Schränke, Hocker und Ledermöbel ein Luxusobjekt / Statussymbol und blieben meist den reichen Bürgern vorbehalten. Die einfachen Leute mussten sich jedoch mit simplen, schmucklosen Stücken begnügen.
Bis ins neunzehnte Jahrhundert hinein bestanden Möbel vorwiegend aus Holz. Die holzverarbeitenden Berufe wie Schreiner und Tischler genossen hohes Ansehen und hatten den Sprichwörtlichen „goldenen Boden“.
Alles änderte sich mit der Industriellen Revolution, allem voran die Erfindung der Dampfmaschine. Von nun an wurden Möbelstücke in Massen und am Fließband hergestellt. Die Preise fielen und der Versand wurde gleichzeitig durch zerlegbare Möbel stark erleichtert.
Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts entdeckt man neue Materialien, wie Stahl und Kunststoffe, für die Herstellung. Möbel sind jetzt nicht nur von Nutzen, sondern gewinnen auch Zunehmend an Bedeutung als Ausdruck des persönlichen Geschmackes. Das Design ist jetzt entscheidend, wobei die Bequemlichkeit oft auf der Strecke bleibt.
Heutzutage besinnt man sich wieder auf die alten und traditionellen Werte. Das Holzhandwerk erlebt eine Renaissance und befindet sich im Aufschwung und immer mehr Menschen wissen den Wert eines Unikats und von Hand hergestellten Möbelstückes wieder zu schätzen.
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