Der Inzuchtkoeffizient in der Hundezucht
- Ein COI von 25.0% ist identisch mit einer Verbindung Vater/Tochter, Bruder/Schwester oder Mutter/Sohn.
- Ein COI von 12.5% ist identisch mit einer Verbindung Onkel/Nichte, Halbbruder/Halbschwester oder Tante/Neffe.
- Ein COI con 6,25% ist identisch mit einer Verbindung Cousine/Vetter.
Die genannten Werte gelten nur sofern nicht deren Ahnen bereits einen höheren Inzuchtgrad aufweisen. Ist dies der Fall erhöht sich der Wert entsprechend.
Beim Menschen ist eine Verbindung zwischen Cousine und Vetter vom Gesetz her erlaubt. Man hat aber festgestellt, dass Kinder aus solchen Verbindungen weniger gesund und intelligent sind.
Bei Hunden ist das ganz ähnlich. Viele sogenannte „rassetypischen” Erbkrankheiten sind durch eine zu enge Zucht entstanden. Bei vielen Rassen liegt der durchschnittliche Inzuchtkoeffizient bei über 10%, vor allem bei Rassen, die nur auf Schönheit und nicht auch auf Leistung gezüchtet wurden. Denn langfristig schließt sich ein hoher Inzuchtgrad und körperliche bzw. geistige Leistungsfähigkeit aus. In der kommerziellen Viehzucht, z.B. bei der Milchkuh, wird ein Inzuchtkoeffizient von unter 2% angestrebt, weil man festgestellt hat, dass sich dies in barem Geld auszahlt: Milchleistung, Fruchtbarkeit, Gesundheit usw. sind einfach viel besser.
Die Gründe für einen höheren Inzuchtgrad in der Hundezucht sind vielfältig. Die wichtigsten sind:
- Inzucht (Zucht mit nahen Verwandten).
- Linienzucht (Zucht mit mehr oder weniger entfernten Verwandten).
- Sehr häufiger Einsatz von wenigen Zuchtrüden.
- Kleine Zuchtpopulation (Wenn es wenige Exemplare einer Rasse gibt, die für die Zucht eingesetzt werden können).
Verlinken Sie diesen Artikel auf Ihrer Webseite: