Wer im Internet nach Riester Rente sucht findet viele bunte Informationen. Das liegt daran, dass bei dem Thema Riester Rente die Meinungen breit auseinander gehen. Die
Riester Rente wird von jenen Menschen gelobt, die das Produkt verstanden haben; einfacher war es aber schon immer sich vorgefertigten Meinungen anzuschließen. Wer Thesen aufstellt, sollte diese auch mit Fakten belegen können und nicht jenen medialen Kampagnen unüberlegt folgen, welche Publizisten nicht ohne scharfes Kalkül in den Markt werfen. Die wahren Verlierer bei der Riester Rente sind in Wirklichkeit jene Finanzprodukte, die bei den Garantien, der Flexibilität, der Sicherheit und der Rentabilität hinten anstehen und auch solche wollen noch verkauft werden. Kürzlich habe ich folgenden Kommentar gelesen: „Man solle sein Geld lieber versaufen, als es in eine Riester Rente einzuzahlen und lieber die Grundsicherung abwarten.“ Möglich das der Verfasser dieser Botschaft, ein volkswirtschaftliches Wachstumspotential in der Getränkeindustrie vermutet, jedoch ist dieser Aufruf ein Appell, sich an der künftigen Altersarmut aktiv zu beteiligen. Wer die Lebensqualität im Alter von Bewilligungen staatlicher Unterstützungen abhängig macht, verzichtet auf die Freiheit sein Leben unabhängig zu gestalten und lebt von Glaube und Hoffnung; aber im Wesentlichen von der Gunst anderer Menschen. Wenn man diesen Gedanken weiter verfolgt, dann ist auch nicht einzusehen, weshalb bis zum 67. Lebensjahr gearbeitet werden soll, denn hier könnte man doch einfach vorziehen und gleich von Sozialhilfe leben. Mit dem Statement „wer rechnen kann, der riestert nicht“ teile ich die Hoffnung des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie e.V, mit dem Zitat: „Das im Jahr der Mathematik auch an jene Menschen gedacht wird, die die Mathematik grundsätzlich missverstanden haben und beim Rechnen weder mitreden können noch die Freude an dieser faszinierenden Wissenschaft teilen können.“ Am Beispiel einer Riester Rente sind garantierte Förderquoten, vor Produktrendite, von über 1000% Prozent möglich. Diese hohen Quoten entstehen bei Familien mit niedrigen Einkommen und Kinder. Personen die jenseits von 52.500,- Euro pro Jahr verdienen, profitieren bei der Riester Rente durch den vollen Steuervorteil zusätzlich zu den Zulagen. Da bleibt nur noch die Frage unbeantwortet, wem die
Riester Rente so große Marktanteile streitig macht, dass Verdummungskampagnen gegen jene Rente organisiert werden.
Holger Ditzel
Compare24 GmbH
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Kategorie: Versicherungen