Die Geschichte von Stempeln

Wer sich mit dem Thema Stempel Bestellen, beispielsweise in einem Stempel Shop, auseinander setzt oder zukünftig befassen will, sollte sich darüber bewusst sein, dass Stempeln ein richtiges Druckverfahren ist. Jeder Stempel, ob Paginier- oder Adressstempel, ist ein kleiner Druckstock. Alle erhöhten Stellen auf diesem Druckstock sind die Stellen, mit denen dann gedruckt respektive gestempelt wird. Ist der Stempel erst einmal mit Farbe versehen, können endlos viele „Drucke“ getätigt werden.

Und Stempeldruck ist auch ein anderes Wort für Hochdruck. Es gibt allerdings einen Unterschied: Beim Hochdruck wird das Druckmaterial auf den Druckstock aufgebracht, beim Stempeln ist es genau umgekehrt, der Stempel wird auf das Material gepresst.
Stempel kannten schon die Menschen im Mesopotamien der Bronzezeit. Zu dieser Zeit verwandte man eine Art Siegel, die dann auf Tontafeln gepresst wurden, sie fungierten als eine Art Unterschrift. Der wohl berühmteste Nachweis eines Stempels wurde im Jahre 1908 getätigt: Auf Kreta hat man den Diskus von Phaistos gefunden, der Texte aufweist, die mit Hilfe von Stempeln geschrieben wurden. Das Alter wurde auf 3.700 Jahre geschätzt.

Erste wirkliche Stempel sind aus der Periode um 250 vor Christus bekannt: Die Chinesen fertigten und benutzten Stempel aus Holz. Zu dieser Zeit waren vorwiegend Blinddrucke gebräuchlich, die Stempel wurden ohne Farbe in Ton oder auch Wachs eingedrückt. Das Schneiden von Stempeln und das Gravieren ist seit dem 4. Jahrhundert üblich. Regelrechter Hochdruck wurde wiederum von den Chinesen im 8. Jahrhundert entwickelt und verwendet.

Johannes Gutenberg hat im 15. Jahrhundert die so genannte Druckpresse für den Hochdruck entscheidend verbessert, die in dieser Form bis ins ausgehende 18. Jahrhundert kaum verändert benutzt wurde. Bücher wurden ausschließlich in diesem Verfahren hergestellt. Erst mit der Erfindung anderer Druckverfahren – zum Beispiel Offsetdruck oder später auch Digitaldruck – wurde der Hochdruck immer weiter verdrängt.

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