Wireless LAN mittels Repeater erweitern

Egal ob im Hotel im verschlafenen Provinznest oder an einem großen Flughafen, WLAN ist aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Die drahtlose Technik zur Internetverbindung erfreut sich größter Beliebtheit. Sie hat allerdings einen entscheidenden Nachteil: Die Reichweite ist ziemlich begrenzt. Ab einer bestimmten Entfernung zum Access Point sind Verbindungsabbrüche an der Tagesordnung. Außerdem funken die Router im 2,4 GHz-Bereich, der für alle frei und ohne Anmeldung nutzbar ist. Mikrowellen arbeiten im selben Bereich und nicht selten werden WLAN-Netze durch schlecht schließende Mikrowellen gestört oder komplett ausgehebelt.

Die Hersteller der WLAN-Router denken ebenfalls optimistisch, die angegebenen Reichweiten können nur im freien Feld erreicht werden. Aber wer stellt seinen Router im Freien auf? Das funktioniert allerhöchstens in Gebieten, in denen das Wetter immer gut ist, wasserfest ist keins der Modelle auf dem Markt. In normalen Umgebungen können Reichweiten von 20 – 30 Metern erreicht werden, vorausgesetzt, dass nicht zu viele Mauern oder andere Hindernisse den Empfang beeinträchtigen.

Wenn die Reichweite eines WLAN-Netzes erhöht werden soll, gilt noch immer: Die Antenne ist der beste Hochfrequenzverstärker und daher sollte dort angesetzt werden. Je besser die Antenne, desto besser ist auch die Sendeleistung. Eine gute WLAN-Antenne hat einen guten Wirkungsgrad, das heißt, sie muss möglichst viel der eingespeisten Energie in Strahlung umwandeln. Je kleiner die Antenne ist, desto schlechter ist die Sendeleistung und desto höher der Verlust. Die Antenne sollte mindestens so lang wie die halbe Wellenlänge der Strahlung sein. Eine Welle ist im 2,4 GHz-Bereich knapp 12cm lang und daher sollte die Antenne minimal 6cm lang sein. Fast genauso wichtig ist der Standort, Ideal wäre eine Sichtverbindung zum Empfänger. Leider ist das in den meisten Heim- und Firmennetzen schlicht und einfach nicht möglich.

Der Empfänger ist der zweite Schwachpunkt, in vielen Netzen funken PCI-Karten, die allein durch die Bauweise nicht optimal funktionieren können. Die Antenne befindet sich hinter dem Rechner, meistens in einem Schreibtisch versteckt und strahlt zunächst einmal die Wand an. USB-Empfänger sind hier die erste Wahl, sie lassen sich mit wenig Aufwand optimal positionieren und verursachen kaum Kabelchaos.

Sollen oder können die Sende- und Empfangsleistungen nicht verstärkt werden, lässt sich die Reichweite auch mit zusätzlicher Hardware erhöhen. Diese Wundergeräte nennen sich WLAN-Repeater (Wiederholer). Sie stehen mit dem eigentlichen Access Point in Verbindung und bauen quasi ein zweites Funknetz auf, das allerdings nur mit der halben Datenübertragungsrate arbeiten kann, weil der Repeater mit den angeschlossenen Rechnern und dem Access Point kommuniziert. Die meisten modernen Router und Access Points lassen sich auch als Repeater betreiben. Voraussetzung ist die Unterstützung von WDS (Wireless Distribution System), ein Standard, der im Basis-WLAN-Protokoll eingearbeitet ist. Die Repeater funktionieren allerdings nur in bestimmten Umgebungen und sobald unterschiedliche Hersteller miteinander genutzt werden, kommt es zu Problemen, da die Geräte untereinander nur selten wirklich kompatibel arbeiten. Die beste Lösung ist theoretisch die Verwendung eines Routers als Access Point und einen weiteren derselben Marke als Repeater. Ob das möglich ist, verrät ein Blick in die Bedienungsanleitung der Geräte und nicht selten bieten die Hersteller der Router auch umfangreiche Anleitungen für solche Konstruktionen. Nicht alle Repeater-Modelle unterstützen übrigens eine Verschlüsselung und genau darauf sollte geachtet werden, denn nichts ist gefährlicher als ein offenes, unverschlüsseltes WLAN-Funknetz.

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