Priest-Port Portweine aus dem Douro-Tal
Das Geheimnis dieses Priest-Ports bestand in der Tatsache, während der Gärung den Gärvorgang unter Hinzufügen von Neutralalkohol zu stoppen. Dieser Restzucker verleiht dem Portwein seinen süßlichen Geschmack. Da die Portweine im Tal der Douro hergestellt wurden, wurden die Weine mit kleinen Schiffen die Douro hinunter in die Handelshäfen gebracht, von wo aus sie in alle bis dato bekannten Länder, vor allem aber nach Großbritannien verschifft wurden. Aufgrund dieser enormen Nachfrage wurde den Weinen des Dourotals ein Qualitätssiegel vergeben. Durch diese Prämierung wurde eigens für die Portweine ein eigenes Portweininstitut erschaffen, welches die Prüfungen der mittlerweile insgesamt 82 verschiedenen Rebsorten vornahm. Seit der Zeit durften sich Weine nur Portweine nennen, wenn sie in diesem Dourotal hergestellt worden sind.
Da man in den Tälern der Douro verschiedenes Klima vorfindet, sind die Weinsorten auch sehr unterschiedlich. Zunächst verbleiben die Weine für rund sechs Monate in diesen Dourotälern, bevor sie in den großen Portweinkellereien für mindestens zwei, maximal jedoch sechs Jahre ihren Reifungsprozess beginnen können. In diesen riesigen Weintanks können die Portweine ein wenig atmen und in Ruhe altern. Die Hauptabnehmer der Portweine sind heutzutage Frankreich und die Beneluxländer, welche aber nur die Standardweine erhalten. Portwein der gehobenen Klasse wird überwiegend nach Großbritannien und Nordamerika verschifft. Die hierzulande in den Regalen befindlichen Portweine brauchen zu Hause keine besondere Art der Lagerung, sondern können sofort genossen werden.
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