Wahrsagen, Wahrsagerei

Schon unsere Vorfahren wollten wissen, was und wie es mit dem Glück, Unglück, Liebe oder Tod bestellt ist. Sie haben Amulette getragen, wie wir aus ihren Gräbern feststellen konnten, haben auf Knochen und Steinen ihre Zeichen hinterlassen. Berühmte Orakelstätten waren Delphi in Griechenland oder die Oase Siwa in Ägypten. Hier lebten nach genau festgelegten Riten Wahrsager, die gegen Geld die Zukunft vorhersagten. Man kann sich leicht vorstellen, dass Entscheidungen, auch politische oftmals von den Orakelsprüchen beeinflusst waren. Eine neuere Form ist die Kristallkugel oder der Computer wird zur Orakelbefragung benutzt. Die meisten Wahrsager haben für sich spezielle Techniken entwickelt um ihren Kunden die Zukunft weissagen zu können. Die zentrale Frage ist ja, was passiert in der näheren Zukunft?
Handlesen, Kartenlegen, Traumdeuten, Hellsehen, Pendeln, persönliche Gespräche, die Kristallkugel können die Medien sein, deren sich ein Wahrsager bedient.
Von den Theologen und den Kirchen wird die Wahrsagerei als Aberglaube angesehen. Die großen Gegner der Wahrsagerei sind die Katholische und Evangelische Kirche, weil nach deren Auffassung und Lehrmeinung Wahrsagerei nicht mit dem christlichen Weltbild zusammenpasst.
Der wohl bekanntester Wahrsager dürfte Nostradamus sein. Er hat unter anderem auch Horoskope für die Größen seiner Zeit angefertigt. Der bekannte Feldherr Wallenstein hat bei vielen seiner weit reichenden Entscheidungen Astrologen befragt und sich an den Gestirnen orientiert.
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Wahrsager mit unterschiedlichen Praktiken, die Zukunft oder andere gesuchte Informationen seinem Kunden zugänglich machen kann. Dies ist mit unserem normalen Wahrnehmungsvermögen nicht möglich und für den menschlichen Verstand schwer vorstellbar.

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