Bitte einmal Bootsführerschein zum Mitnehmen

Das Rauschen der Wellen, der Geruch des Wassers und die Freiheit unter dem Kiel, hört sich dies nicht verlockend an? Eigentlich ist das Interesse am Wassersport und der Bootsfahrt in der nähe von stillen Gewässern und auch Flüssen ungebrochen, jedoch spätestens nach der „Fluche der Karibik“-Trilogie ist wieder mehr Feuer in die Leidenschaft gebracht worden. Egal welchen der Pflichtbefähigungsnachweise wie den Sportbootführerschein Binnen (SBF Binnen) oder See (SBF See), oder einen der zahlreichen freiwillige Befähigungsnachweise wie der Sportküstenschifferschein (SKS), der Sportseeschifferschein (SSS), der Sporthochseeschifferschein (SHS), der Traditionsschifferschein (TSS) oder der Bodenseeschifferpatent (BSP) man anstrebt, es lohnt sich.

Es empfiehlt sich einen Bootsführerschein zu machen, da bei den Prüfungsverordnungen der SBF See und Binnen nur das notwendigste Fachwissen abfragt wird. Alle Nachweise können bei speziellen Segelschulen oder in Vereinen ohne große Umstände erworben werden. Eine Auswahl findet man sehr leicht im Internet (auch günstige Online-Kurse zu Motor- oder Sportbootführerschein werden angeboten) und das notwendige Schulungsmaterial ist in allen Fällen schon im Preis mit inbegriffen.

Es gibt auch noch weitere Unterschiede außer die Wahl zwischen Pflicht oder Freiwillig. Neben den Befähigungsnachweisen wird auch noch zwischen Motorbootführerschein, Segelboot und Surfbrett unterschieden. Als weitere kleinere Besonderheit herrscht für Segelboote ohne Motor in Deutschland keine Führerscheinpflicht. Wie man merkt ist die Liste der zusätzlichen Kurse und Auswahlkriterien sehr lang und eine Entscheidung schwierig zu treffen.

Ein als wichtig angezeigter Kurs ist der Funksprechkurs, mit dem man sich einwandfrei mit anderen und vor allem den Behörden zu Wasser verständigen kann. Die Kosten für den Funksprechkurs sollten jedoch 100 Euro nicht übersteigen.

Der einfachste weg einen Bootsführerschein in Deutschland zu bekommen ist einen Kombikurs zu buchen, hier spart man deutlich Geld und kann auch mal viel spontaner sein. Wenn man zum Beispiel mit seinem kleinen Hausboot einen Ausflug mit der ganzen Familie plant, kann man über die Binnengewässer bis ans Meer fahren.
Die Abnahme der Prüfung erfolgt über die Prüfungsausschüsse des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) beziehungsweise des Deutschen Motoryachtverbandes (DMYV). Im Anschluss an die erfolgreich abgelegte Prüfung wird der Sportbootführerschein dem Prüfling ausgestellt. Nach Erhalt ist des Führerscheins, ist dieser wie der des PKWs durch dem Halter mitzuführen. Wer dieser Auflage nicht nachkommt hat mit entsprechenden Strafen zu rechnen.

Also die gesuchte Freiheit und ein wenig Piratengefühl ist nicht so fern wie man denkt. Man sollte aber nicht den Weg des berühmten Piraten – Störtebeker – einschlagen und den Kopf verlieren.

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