Erinnerungen an ein Schaukelpferd
Im Alter von lediglich zwei Jahren schenkte mir mein Großvater mütterlicherseits ein stattliches, weißes Schaukelpferd mit schwarzer langer Mähne und rotem Zaumzeug und passendem Ledersattel. Der Ledersattel war mit rotem grobem Faden vernäht und auch eine rote Unterlegdecke für den Sattel durfte nicht fehlen. Zudem gab es zwei Steigbügel aus poliertem Metall. Mein Großvater hatte dieses Miniaturpferd auf Kufen bereits selbst als Kind beritten und lieben gelernt. Umso mehr schätze ich es, heute meine kleine Tochter auf seinem und später auch meinem heiß geliebten Pferdchen reiten zu sehen. So wie ich einst die Mähne hegte und pflegte, sorgsam kämmte und in Zöpfe legte, setzt heute mein Kind dieses spezielle Spiel mit Hingabe fort. Und so wie bereits mein Großvater voller Freude auf dem Rücken des genügsamen Tieres auf zu neuen Abenteuern ritt, so tat ich es ihm gleich und genauso auch heute meine Tochter. Heutzutage sind viele Dinge käuflich, die früher Raritäten waren, die man bei ganz wenigen Leuten in Auftrag geben konnte und irgendwann nach längerer Wartezeit und einem größeren Geldbetrag in Empfang nehmen durfte. Wenn das gute Stück dann endlich im Wohnzimmer angekommen war, wurde es all den Nachbarskindern und Verwandten voller Stolz vorgestellt. Heute muss man nicht mehr wochenlang warten, um ein schönes, außergewöhnliches Schaukelpferd zu erhalten. Heutzutage geht man einfach in ein Ladengeschäft, das sich auf Kinderspielzeug spezialisiert hat. Eine andere Möglichkeit stellt die Bestellung bei einem Online Shop dar. Heutzutage ist es also tatsächlich möglich auf Internetseiten wie meinlilalu.de die hölzernen Pferde zu bestellen. Aber ich bevorzuge natürlich trotzdem das alte Schaukelpferd, das nun der dritten Generation als Spielkamerad dient. Ein annähernd schönes Schaukelpferdchen findet man nämlich nirgends wo ein zweites Mal auf dieser Erde.
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