Mit Buchrezensionen umgehen

Die freie Meinungsäußerung ist im Grundgesetz verankert. Es steht dort zwar nicht geschrieben, doch auch die freie Meinungsbildung ist erlaubt. Ob nun immer von allen gewünscht, dass steht auf einem anderen Blatt, doch fest steht auch, dass es schwer sein kann, die eigene Meinung zu bilden. Das liegt meist an Unwissenheit, was aber nicht zwangsläufig auch Blödheit bedeuten muss. Manche Informationen kennt man halt nicht. Bei Medien stellt es sich manchmal als besonders schwierig heraus, denn bevor man ein Buch liest, möchte man zwar nicht erfahren, was darin passiert, wohl aber, ob es sich lohnt, es überhaupt zu lesen. Ein Zwiespalt, der ganz oft ein falsches Urteil nach sich zieht. Die Bewertung eines anderen kann klar formuliert sein und doch unschlüssig sein. Buchrezensionen leben von der Subjektivität des Schreibers und können daher nie 1 zu 1 übernommen werden. Wenn man also eine Rezension nutzen möchte, dann sollte man dabei einige Dinge beachten.

Zum Beispiel sollte man immer im Hinterkopf haben, dass man nach dem Lesen des Buches eine vollkommen andere Meinung haben könnte, selbst wenn die Buchrezension noch so schön klingt. Es geht darum, auch zwischen den Zeilen der Buchrezensionen zu lesen. Welchen Standpunkt vertritt der Autor, wie begründet er seine Meinung und mit welchen Erwartungen ist er überhaupt an den Film gegangen. Wenn man also versucht, ein wenig auf diese Dinge zu achten, kann man viel leichter auf Bücher stoßen, die einem gefallen. Doch natürlich sind Buchrezensionen keine Garantie. Ein Buch mit sehr negativen Bewertungen kann dennoch gefallen, ebenso wie ein Buch mit vielen positiven Bewertungen nicht gefallen kann. Am Ende macht es die Mischung, sodass man ab und an auch mal eher blind zugreifen sollte. Im besten Fall ist die Belohnung der Überraschung umso schöner.

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