Wenn Kinder auf dem Land aufwachsen

Seit der massiven Industrialisierung im 19. Jahrhundert hat sich einiges verändert. Die Städte fanden immer mehr Zuwachs und es entstand die sogenannte Landflucht. Heute zeigt sich das unter anderem auch bei der Erziehung. Es gibt sogenannte Kinder vom Land und Stadtkinder. Während für die ersten ein U-Bahn System wie die Zukunft vorkommt, ist für die anderen eine Kuh nur ein Bild in einem Buch. Was so überspitzt formuliert klingt, ist tatsächlich der Alltag, wenn Kinder in verschiedenen Gegenden aufwachsen. Nun kann man über Vor- und Nachteile sprechen, allerdings wäre das wohl eine Diskussion wie ein Fass ohne Boden. Festhalten lässt sich, wo Liebe und Sorgfalt die Erziehung bestimmt, ist auch die Gegend unwichtig, in der das Kind aufwächst.

Auf dem Land gibt es aber definitiv sehr viel für Kinder zu entdecken und schaden kann das Aufwachsen hier auch nicht. Der große Vorteil des Landes ist, dass Kinder einen sehr starken Bezug zur Natur erhalten. Wälder und Felder sind absolut normal, ebenfalls Tiere, die auf jedem Hof zu finden sind. Ob nun Kühe und Hühner oder Hunde und Katzen. Der Bezug zur Natürlichkeit zeigt sich dann auch im Alltag. Ein Brot ist nicht das imaginäre Produkt eines Bäckers, sondern ein Ensemble von Zutaten – vom Feld angefangen bis zum enthaltenen Wasser.
Kinder können aber auch so einen Bezug zur Natur finden, in dem sie diesen Alltag nachspielen – ob nun auf dem Land oder der Stadt. Ein Kindertraktor zum Beispiel weckt die Lust daran, selber wie ein Landwirt zu agieren. Der Kindertraktor führt zu Bewegung und dazu, dass man sich schon sehr früh damit auseinander setzt, wie Dinge wachsen und wie Nahrung entsteht. Natürlich sollte es in der erster Linie Spaß machen, doch dabei können Kinder auf dem Land wichtige Lektionen fürs Leben lernen, die in der Stadt schwerer zu vermitteln sind.

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