Das Fremdwährungsdarlehen

Ein Währungsdarlehen bezeichnet einen Kredit, der von Banken im Ausland vergeben wird. Wenn das Darlehen von einer ausländischen Bank vergeben wird, nennt es sich “Fremdwährungsdarlehen”. Der Kredit ist dann dementsprechend nicht in Euro gehalten, sondern in Schweizer Franken, Japanischen Yen, Britischen Pfund oder US-Dollar. Vorteile des Währungsdarlehens in einer fremden Währung sind zum Beispiel ein geringerer Zinssatz als in Deutschland und der restlichen EU oder auch der (geringe) Wert der Währung. Sinkt der Wert der Darlehenswährung, zahlt man (umgerechnet in Euro) weniger zurück, als man als Darlehen erhalten hat.

Ein Nachteil ist es natürlich, wenn der Wert der Fremdwährung, in der das Darlehen ist, steigt. Und man kann es nicht voraussagen, wie sich eine Währung im Laufe von zehn Jahren entwickelt. Als Rechenbeispiel: Ein Darlehen im Wert von umgerechnet 100.000 Euro wurde aufgenommen und der Wert der Darlehenswährung steigt in zehn Jahren um 20 %, was nicht unrealistisch erscheinen muss, da es durchaus denkbar wäre. So muss man dann umgerechnet 120.000 Euro zurückzahlen.

Infolge der relativ hohen Risiken bei einem Fremdwährungsdarlehen ist dieses eine sehr spekulative Kreditvariante. Wichtig sollte es sein, die gesetzlichen Unterschiede zu beachten, die es natürlich im Gegensatz zu einem deutschen Kredit gibt. Auch ist es wichtig, alle Ausgaben und die Umrechnung in die Fremdwährung vorher durchzugehen, um keine Überraschung zu erleben.

Erst, wenn alles gut durchdacht wurde und Vor,- und Nachteile gegeneinander abgewogen worden sind, sollte dem Währungsdarlehen nichts mehr im Weg stehen. Zuletzt sollte man sich aber im Klaren sein, wofür das Währungsdarlehen gebraucht wird.

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